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International

Abstreiten beendet: Iran mit Eliteeinheit in Syrien

Sonntag, 16. September 2012, 17:23 Uhr, Aktualisiert 17.09.2012, 9:34 Uhr

Iran steht Syriens Machthaber Bashar al-Assad militärisch zur Seite. Erstmals hat der Oberbefehlshaber der Revolutionsgarde bestätigt, Syrien erhalte finanzielle Unterstützung sowie «intellektuelle und beratende Hilfe» der Eliteeinheit Quds Force.

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Es handle sich aber nicht um militärische Unterstützung, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna den Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden, Mohammed Ali Jafari. Sollte Syrien jedoch militärisch angegriffen werden, würde der Iran dem Land auch militärisch beistehen. «Aber das hängt komplett von den Umständen ab.»

Einheit soll Anschläge verübt haben

Es ist das erste Mal, dass ein hochrangiger Armeekommandant eine militärische Präsenz des Irans in Syrien zugibt. Der Iran ist einer der wenigen und zugleich wichtigsten Verbündeten von Präsident Baschar al-Assad, der seit eineinhalb Jahren einen Aufstand gegen seine Herrschaft niederzuschlagen versucht.

Quds Force – «Iran‘s finest»

Anfang Juni sickerten erstmals von hoher iranischer Stelle Informationen durch, wonach Iran mit seiner Eliteeinheit Quds Force Präsident Assad unterstützen soll. Iran bemüht sich, Struktur und Aufgabenbereich der Quds Force zu verschleiern. Trotzdem ist einiges über sie bekannt. Lesen Sie hier mehr.

Der Westen und syrische Oppositionsgruppen haben dem Iran vorgeworfen, die syrische Armee mit Waffen und Expertise zu versorgen und militärisch im Land präsent zu sein. Der Iran hat dies zurückgewiesen. Regierungsvertreter räumten bislang lediglich ein, dass der Iran der Führung in Damaskus mit medizinischer und humanitärer Hilfe zur Seite stehe. Eine militärische Verwicklung wurde stets dementiert.

Jafari sagte, dass die Revolutionsgarden finanzielle Unterstützung und die Spezialeinheit Kuds «intellektuelle und beratende Hilfe» leisteten. «Aber dies stellt keine militärische Präsenz dar.» Wie viele Quds-Mitglieder in Syrien seien, sagte er nicht. Die Quds Force steht im Verdacht, im Irak nach dem Sturz Saddam Husseins Drahtzieher mehrerer Anschläge gewesen zu sein.

Syrien testet offenbar Chemiewaffen-Bereitschaft

Insgesamt fünf oder sechs der Granaten, die für chemische Kampfstoffe vorgesehen seien, wurden nach Quellenlage des «Spiegel» Ende August «unbefüllt» abgeschossen. Zu den Tests sollen iranische Offiziere per Helikopter eingeflogen worden sein, schreibt das Magazin. Mehr dazu lesen Sie hier.

(sda/fasc/engf;hesa)