Vermischtes
Guatemala: Tausende flüchten vor Vulkan
Begleitet von einer Serie von Explosionen ist der Volcán de Fuego in Guatemala ausgebrochen. Tausende bedrohter Menschen wurden bereits evakuiert. Der Feuerberg befindet sich unweit von Touristenzentren. Für einzelne Gebiete der Katastrophenregion gilt «Alarmstufe Rot».
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Bisher seien für 17 Dörfer rund um den Vulkan Evakuierungen angeordnet worden, erklärte der Leiter des Notfallstabes, Sergio Cabanas. Man rechne mit weiteren Eruptionen in den nächsten zwölf Stunden.
Massen-Evakuation
In hunderten Autos, Bussen und Lastwagen flüchten Einheimische vor dem Ascheregen, der aus dicken Gaswolken fällt, hiess es weiter. Etwa 33'000 Menschen seien aufgefordert worden, aus dem Gebiet rund um den Vulkan zu flüchten. Allerdings weigerten sich viele Betroffene, ihre Häuser zu verlassen, hiess es.
Die Lavaströme, die an den Hängen des über 3700 Meter hohen Berges hinabrollen, waren nach Angaben von Beobachtern bereits kurz nach dem Ausbruch auf eine Breite von rund 600 Metern angeschwollen.
Höchste Alarmstufe
Der Vulkanologe Gustavo Chicna sprach von einer «heftigen vulkanische Aktivität mit starken Explosionen und gewaltigen Aschesäulen». Zudem würden extrem heisse Gaswolken an den Hängen des Vulkans hinabrollen, die komplett von Asche und Rauch eingehüllt seien, wie der Experte vom Nationalen Insitut für Seismologie erklärte.
Es sei eine Reihe mittlerer und schwerer Eruptionen des Feuervulkans, rund 75 Kilometer von Guatemala-Stadt entfernt, beobachtet worden, erklärten Experten. Dem Institut zufolge erreichte die Aschewolke eine Höhe von 3000 Metern über dem Vulkan. Die Wolke war auch von der Hauptstadt aus zu beobachten.
Für Regionen im Süden und Südosten des «Vulkan des Feuers» ist die höchste Alarmstufe ausgerufen worden. Diese Gebiete würden mittlerweile komplett von Rauchschwaden eingehüllt, teilten Behördenvertreter mit.
Informationen zum Volcán de Fuego
Nähere Informationen zum «Volcán de Fuego» sind im Global Volcanism Program der Smithsonian Institution und auf der Informationsseite vulkane.net abrufbar.
Notfall-Zentren eingerichtet
Rund um die betroffenen Zonen seien bisher etwa zehn Notfall-Zentren für Verletzte und Betroffene eingerichtet worden, sagte Teresa Marroquin vom Roten Kreuz. «Wir müssen insbesondere Patienten mit Atemwegsproblemen und Augenreizungen behandeln», ergänzte sie. In den betroffenen Gebieten lebten insbesondere Angehörige indianischer Völker, die einerseits sehr arm sind und zudem mehrheitlich in entlegenen Gemeinden zu Hause seien.
Auch die Behörden des nicht weit entfernten mexikanischen Staates Chiapas beobachten die weitere Entwicklung am Vulkan, wie es heisst. Die Aschewolken könnten bei ungünstiger Windlage auch bewohnte Gebiete in Mexiko beeinträchtigen.
(agenturen/sf/halp;galc)






