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AKW Fessenheim geht 2016 vom Netz
Das älteste französische Atomkraftwerk Fessenheim wird bis Ende 2016 stillgelegt. Damit soll das AKW einige Monate früher stillgelegt werden als bislang geplant. Im Schweizer Grenzgebiet zeigt man sich über die angekündigte Schliessung des nur wenige Kilometer entfernten AKW erleichtert.
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Mit der angekündigten Schliessung hält Frankreichs Präsident François Hollande ein Wahlversprechen. Die Stromversorgung für die Region werde sichergestellt sein, versicherte Hollande bei der Eröffnung einer Konferenz für Energie und Umwelt in Paris. Zudem sollten «Arbeitsplätze» erhalten bleiben.
Zwei Zwischenfälle in diesem Jahr
Umweltschützer fordern seit langem die Abschaltung der Anlage, welche die älteste des Landes ist. Sie wollen ein Ende des Kraftwerks schon vor 2017. Das 1977 in Betrieb genommene Atomkraftwerk mit zwei Druckwasserreaktoren liegt in der Erdbebenzone des Rheingrabens. Es ist nach Meinung der Atomkraftgegner veraltet und pannenanfällig. Von Fessenheim bis zur Schweizer Grenze sind es etwas mehr als 40 Kilometer.
Erst im April war in einem Maschinenraum des Reaktors II ein Feuer ausgebrochen. Vergangene Woche war es nach Angaben des Betreibers EDF bei Arbeiten mit nicht radioaktivem Wasserstoffperoxid zu einer Dampfentwicklung gekommen, die kurzzeitig einen Feueralarm auslöste. Bei diesem Zwischenfall erlitten zwei Mitarbeiter leichte Verbrennungen an den Händen.
Präsident Hollande bekräftigte zugleich sein Energie-Ziel. Er will bis zum Jahr 2025 den Anteil der Atomenerige an der Stromversorgung auf 50 Prozent von derzeit 75 Prozent senken. Frankreich bezieht mehr als drei Viertel seine Stroms aus Atomkraftwerken.
Freude in Basel
Der Regierungsvizepräsident von Basel-Stadt, Carlo Conti (CVP), zeigte sich «erfreut» über den Entscheid. Dass der Kanton während Jahren und über alle möglichen Kanäle seine Bedenken im Bezug auf die Sicherheit der Bevölkerung ausgedrückt habe, habe offenbar gefruchtet, sagte Conti.
Neben dem Kanton Basel-Stadt hatten auch die Kantone Baselland und Jura die Stilllegung des rund 35 Kilometer von der Stadt Basel entfernten Atomkraftwerks gefordert. Das gleiche Anliegen vertritt der im Jahr 2005 ins Leben gerufene Trinationale Atomschutzverband (TRAS), in dem sich Gemeinden aus den drei Ländern Schweiz, Deutschland und Frankreich engagieren.
Der TRAS-Vizepräsident und ehemalige Basler SP-Nationalrat Rudolf Rechsteiner spricht von einem wegweisenden Entscheid. Er bleibt aber skeptisch: Die in Aussicht gestellten Nachrüstungen für das 1977 erbaute AKW würden nun wohl auf die «lange Bank geschoben». «Für die Bevölkerung besteht bis 2016 ein erhebliches Risiko», sagte Rechsteiner.
(agenturen/hesa; muei)






