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Schweiz

Prostituierte gründen Gewerkschaft

Donnerstag, 13. September 2012, 20:59 Uhr

Prostituierte haben im Genfer Stadtteil Pâquis die erste Gewerkschaft für Sexarbeiterinnen und -arbeiter(STTS) in der Schweiz ins Leben gerufen. An der Gründerversammlung nahmen rund 80 Personen teil.

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Die STTS (syndicat des travailleuses et travailleurs du sexe) will sich in erster Linie gegen Billigkonkurrenz von ausländischen Prostituierten und horrende Mieten zur Wehr setzten. Die riskanten Arbeitsbedingungen hat sie ebenfalls im Visier. Ausserdem ermöglicht es die Gewerkschaft den Prostituierten, künftig mit einer Stimme für ihre Anliegen zu kämpfen und gegenüber der Politik und der Justiz besser vertreten zu sein.

Novum in der Schweiz

Die Gewerkschaft, die allen Sexarbeitenden in der Westschweiz offen steht, will komplementär zur Vereinigung Aspasie tätig sein. Aspasie wurde vor 30 Jahren gegründet und kämpft gegen die Diskriminierung von Sexarbeitenden. Zudem kümmert sich die Vereinigung um die gesundheitlichen Probleme der Prostituierten.

Gewerkschaften für Sexarbeitende existierten schon in verschiedenen Ländern Europas, doch in der Schweiz gebe es bis anhin noch keine, sagte Angelina, die in Pâquis dem ältesten Gewerbe der Welt nachgeht. Sie ist eine der Initiantinnen der neuen Gewerkschaft.

(sda/blur; fref)