Schweiz
Bei der Öko-Bilanz von Fleisch gibt es Verbesserungspotenzial
Die Öko-Bilanz von Fleisch kann verbessert werden. Laut einer Studie von Agroscope kommt es vor allem darauf an, wie das Fleisch produziert wird. Entscheidend ist, wie die Tiere gehalten werden, was und wie viel sie fressen und wie schnell sie schlachtreif sind.
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Der weitaus grösste Teil der Auswirkungen der Fleischproduktion auf die Umwelt entsteht im Mastbetrieb und nicht bei Transporten, wie Agroscope in einer Mitteilung zur Studie festhielt. Es kommt also weniger darauf an, woher das Fleisch kommt, als wie es produziert wird.
Zertifizierte Soja verfüttern
Entscheidend ist laut der Studie, wie das Futter für die Masttiere hergestellt und von den Tieren verwertet wird. Tiergerecht gehaltenes Geflügel beispielsweise wächst langsamer und braucht mehr Futter als konventionell gehaltenes. Die tiergerechtere Geflügelmast beeinflusst somit die Umwelt stärker.
Um die Umweltbilanz von Geflügel- und Schweinemast zu verbessern, müssten die Verantwortlichen bei der Zusammensetzung der Futterrationen und beim Anbau des Futters ansetzen. Viel beitragen könne es, konsequent als abholzungsfrei zertifiziertes Soja zu füttern, heisst es dazu in der Studie.
Mutterkuhhaltung nicht besser als Kälbermast
Mutterkuhhaltung schneidet mit der angewandten Methode zur Berechnung der Umweltwirkung nicht besser ab als konventionelle Kälbermast. Deren Masttiere stammen aus der Milchproduktion – ein grosser Teil der Umwelteinflüsse durch die Muttertiere wird der Milch- und nicht der Fleischproduktion zugeschlagen.
Anders bei der Mutterkuhhaltung: Hier wird die gesamte Beeinträchtigung der Umwelt durch die Kühe der Fleischproduktion belastet. Das lässt das Potenzial für Treibhausgas-Emissionen und Bildung von Ozon ansteigen, vor allem weil die Mutterkühe Methangas ausstossen.
(sda/mihm; fref)



