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Video zeigt exekutierte Assad-treue Soldaten
Die Gräueltaten in Syrien reissen nicht ab: Ein Video zeigt Bilder von exekutierten Soldaten des Machthabers Baschar al-Assad. Aufständische sollen die 20 Männer gefesselt, die Augen verbunden und hingerichtet haben.
Die Hinrichtung ereignete sich in Aleppo, im Norden des Landes. Zwei Videos mit den Leichen wurde ins Internet gestellt.
Gerechtigkeit soll Täter «einholen»
Die Authentizität der Bilder konnte noch nicht verifiziert werden. Eine in Grossbritannien stationierte oppositionelle Menschenrechtsorganisation bestätigte aber die Hinrichtung der Soldaten. Diese seien aus Sekenat gekommen, und im Distrikt Sabaa Baharat getötet worden.
Die Täter nennen sich selbst «Suleiman al-Farisi Brigade». Auf einem Fahrzeug der Täter ist in einem Video auch das Logo der Truppe zu sehen. Die Brigade ist eine von vielen, welche sich im Kampf gegen Assad gebildet hatte.
Das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte beschuldigt beide Seiten im Syrien-Konflikt der Verletzung von Menschenrechten. Die Gerechtigkeit werde die Täter einholen, so die Reaktion auf die Taten. Je nach Quelle wurden in dem Konflikt bis zu 27‘000 Personen getötet. Der Kampf um die Macht in Syrien dauert seit 17 Monaten an.
«Religion ist Nächstenliebe»
Aus dem Umland von Damaskus meldeten Aktivisten Gefechte zwischen Regierungstruppen und Deserteuren. Während es in den Vororten fast täglich zu Kämpfen kommt, bei denen zum Teil auch die Luftwaffe eingesetzt wird, ist es in einigen Vierteln der Hauptstadt nach Angaben von Bewohnern immer noch relativ ruhig. 18 Menschen sollen am Dienstag landesweit getötet worden sein.
Das syrische Regime setzt derweil auf religiöse Rhetorik. Die Tageszeitung «Al-Watan», die Präsident Baschar al-Assad nahesteht, schrieb, die Ordnungspolizei habe am Montag über Dörfern im Osten von Damaskus per Hubschrauber Flugblätter abgeworfen. Darin seien die Kämpfer im Namen des Islams aufgefordert worden, ihre Waffen niederzulegen. «Benutze Deinen Verstand, die Religion ist Glaube, die Religion ist Nächstenliebe, die Religion ist Toleranz, die Religion ruft nicht zum Töten auf», zitierte die Zeitung aus den Flugblättern.
Eine ursprünglich für Mittwoch geplante Konferenz von Oppositionsgruppen in Damaskus wurde auf den 23. September verschoben. Die Website «All4Syria» meldete, die Organisatoren hätten dies mit der Zunahme der Gewalt in der Hauptstadt begründet.
(sf/agenturen/fasc;weis)



