International
Grosskundgebung im Jemen – Ex-Machthaber soll büssen
Mehr als 200'000 Menschen haben im Jemen für die Aufhebung der Immunität des früheren Präsidenten Ali Abdallah Saleh demonstriert. Sie wollen, den Ex-Staatschef und seine engsten Mitarbeiter zur Rechenschaft ziehen.
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Einer der Veranstalter sagte, der Demonstrationszug erstrecke sich über fünf Kilometer entlang einer der Hauptstrassen der Hauptstadt Sanaa. Zur Demonstration hatten die «Jungen der Revolution» aufgerufen, die schon im vergangenen Jahr die Speerspitze der Protestbewegung bildeten.
Saleh, der Jemen fast 33 Jahre lang mit harter Hand regierte, hatte im November 2011 nach monatelangen Protesten mit hunderten Todesopfern ein Abkommen zum Machtverzicht unterzeichnet. Als Bedingung für seinen Rückzug von der Macht forderte er die Zusicherung von Straffreiheit.
Saleh soll Land weiter destabilisieren
Im Januar verabschiedete das jemenitische Parlament ein Gesetz, das Saleh absolute Straffreiheit gewährt und auch seine engsten Mitarbeiter in wichtigen Punkten vor Strafverfolgung schützt. Im Gegenzug dankte der Herrscher im Februar zugunsten seines Stellvertreters Abd Rabbo Mansur Hadi ab.
Dieser amtiert nun für eine Übergangsphase von zwei Jahren als Staatschef. Doch Saleh wird von seinen Gegnern vorgeworfen, weiter politische Ambitionen zu hegen und das Land zu destabilisieren.
(sda/galc; fref)



