Inhalt

Vermischtes

Bombenverdacht nach Vierfachmord war falscher Alarm

Montag, 10. September 2012, 12:47 Uhr, Aktualisiert 16:42 Uhr

Der Bombenverdacht im Zuge der Ermittlungen um den Vierfachmord in den französischen Alpen hat sich als Fehlalarm erwiesen. Die Nachbarn konnten wieder in die evakuierten Häuser zurückkehren.

Bild Bombenexperten besprechen die Lage vor dem Haus der getöteten Familie.
Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Motiv für die Morde und durchsucht das Haus der Familie in England. keystone

Nach dem mysteriösen Vierfachmord in den französischen Alpen sind am Haus der Opfer-Familie in England Bombenexperten angerückt. Die Gebäude rund um das Einfamilienhaus im Ort Claygate in der Grafschaft Surrey wurden evakuiert.

Grund seien seltsame Gegenstände gewesen, die bei der Durchsuchung des Hauses gefunden wurden, hiess es von der Polizei.

Später stellte sich jedoch heraus, dass die gefundenen Gegenstände harmlos seien. Die Nachbarn konnten wieder ihre Häuser zurückkehren.

Unbekannte Frau war die Grossmutter

Die Identität der beim Vierfachmord getöteten älteren Frau ist geklärt. Es handle sich tatsächlich um die Grossmutter mütterlicherseits der beiden kleinen Mädchen, die das Blutbad überlebten, sagte der Staatsanwalt von Annecy, Eric Maillaud.

Es war bereits vermutet worden, dass die Frau die Grossmutter der vier und sieben Jahre alten Mädchen war, fest stand dies aber nicht. So hatte die überlebende Vierjährige ausgesagt, die Frau nicht sehr gut zu kennen.

Die Identität der Frau mit einem schwedischen Pass sei nun mit Hilfe von «in Grossbritannien gesammelten Elementen» bestätigt worden, sagte Maillaud. Ein DNA-Vergleich steht demnach aber noch aus.

Bei der Bluttat waren am Mittwoch ein Ehepaar, die Mutter der Frau sowie französischer Familienvater erschossen worden, der vermutlich zufällig am Tatort war. Die sieben und ein vier Jahre alten Töchter des Paares überlebten. Von ihnen erhofft sich die Polizei wichtige Hinweise zu den Umständen der rätselhaften Tat.

(sda/hurg;blur)