Schweiz
10 Jahre UNO: Schweiz zieht positive Bilanz
Vor zehn Jahren ist die Schweiz als 190. Staat der UNO beigetreten. Es war das erste Land, das den Beitritt in einer demokratischen Abstimmung beschlossen hat. Dafür brauchte es aber zwei Anläufe. Zehn Jahre später zieht das EDA eine positive Bilanz.
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Souveränität und internationale Anerkennung der Schweiz seien durch die Mitgliedschaft gestärkt worden, schreibt Aussenminister Didier Burkhalter in einem Kommentar auf der EDA-Website. Die Schweiz habe als neutraler Staat in der UNO ihren eigenständigen Charakter bewahrt.
Die Schweiz nutze die Mitgliedschaft in dieser einzigen universellen internationalen Organisation aktiv für die Vertretung ihrer Interessen und Überzeugungen. Zu den Schweizer Errungenschaften zählt das EDA etwa die Gründung des Menschenrechtsrates in Genf oder die Einsetzung einer Ombudsstelle in der UNO-Sanktionspolitik.
Zustimmung von 54,6 Prozent
In einer ersten Volksabstimmung lehnten im März 1986 noch über 75 Prozent der Bevölkerung den UNO-Beitritt der Schweiz ab.
Am 3. März 2002 befürwortete dann das Schweizer Volk mit 54,6 Prozent der Stimmen den UNO-Beitritt. Schon am 10. September 2002 wurde die Schweiz per Akklamation durch die Generalversammlung in die UNO aufgenommen.
Laut dem EDA ist das Land bei der UNO als initiativer, selbstbewusster und solidarischer Teamplayer anerkannt. 2023/24 will die Schweiz in das mächtigste UNO-Gremium, den 15 Mitglieder umfassenden Sicherheitsrat, gewählt werden.
Das Jubiläum wird in Bern, am UNO-Sitz in Genf und im Hauptquartier in New York gefeiert. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon wird am Dienstag eine Rede vor der Bundesversammlung in Bern halten.
Lob von Ban
In einem Grusswort im Vorfeld der Reise schreibt der Generalsekretär, die UNO sei der Schweiz dankbar für ihren Beitritt. In ihrer ersten Dekade als Mitglied habe sie sich als grosszügige und beständige Unterstützerin der UNO-Ziele erwiesen.
Insbesondere lobte Ban den Einsatz der Schweiz in der Friedensförderung, beispielsweise als Vorsitzende des Ausschusses für Friedensbildung in Burundi. Ban trifft zudem zu Gesprächen mit Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf und Aussenminister Burkhalter zusammen.
In New York tritt alt Bundesrat Joseph Deiss am Montag bei einem Jubiläumsempfang auf. Er leitete als Präsident die UNO-Generalversammlung. Das gleiche Amt bekleidete einst auch Jan Eliasson, heute stellvertretender UNO-Generalsekretär. Auch er nimmt an der Feier in New York teil.
(sda/hesa; from)



