US-Wahlkampf 2012
US-Gesundheitsreform: Romney rudert zurück
Die Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama war für die Republikaner bislang Inbegriff demokratischen Scheiterns. Um Mittelwähler nicht zu vergraulen, versucht Obama-Herausforderer Mitt Romney nun den politischen Spagat. Er kann der Reform plötzlich Positives abgewinnen.
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Das erste, was er als neuer Präsident machen würde, sei die Abschaffung der durch die Demokraten und ihren Präsidenten Barack Obama vollzogenen Gesundheitsreform.
Teile der Reform beibehalten
In einem Interview, das der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney am Sonntag dem TV-Sender NBC gegeben hat, überrascht der Herausforderer nun aber plötzlich mit wohlwollenden Tönen.
Nicht alles in der als «Obama-Care» benannten Reform lehne er ab, sagte Romney einem erstaunten TV-Publikum. So sei es zu begrüssen, dass auch Menschen, die bereits krank sind, dennoch eine Versicherung abschliessen dürften.
Ferner stimmte Romney der Reform auch insofern zu, als auch Kinder, die erwachsen werden, nicht mehr aus der Krankenkasse ihrer Eltern herausfallen sollen.
Romney als Reformer
Romneys Kurswechsel in der Frage der Gesundheitsreform kommt zwar überraschend, aber in politischen Kreisen sorgt er kaum für Erstaunen.
Die harte Linie der republikanischen Rechten taugt zwar für die Profilierungs-Debatte des Wahlkampfs, sie birgt aber auch die Gefahr, mit der strikten Ablehnung der sozialen Reform eine grosse Zahl republikanischer Mittelwähler zu vergraulen.
Dies umso mehr, als es kein Geheimnis ist, worauf sich Obamas Team seinerzeit bei der Ausgestaltung der Gesundheitsreform berufen hat: auf die Revision des Krankenversicherungswesen im US-Bundesstaat Massachusetts. Und die kam aus der Feder Mitt Romneys.
(ap/from;hurg)






