US-Wahlkampf 2012
Obama hebt ab – Spendenrekord im August
Barack Obama hat im Rennen um die US-Präsidentschaft die Nase wieder vorn. Erstmals hat der Amtsinhaber seinen Rivalen Mitt Romney bei den Wahlkampfspenden geschlagen. Das alleine ist aber nicht der Grund, weshalb Obama kurzeitig den Boden unter den Füssen verloren hat.
Im August hätten mehr als 1,1 Millionen US-Bürger in die Wahlkampfkasse von Präsident Obama eingezahlt, darunter 317'000 Personen, die das noch nie zuvor getan hätten. Nach Angaben des Wahlkampfteams sammelte der Amtsinhaber im August 114 Millionen Dollar für seine Kampagne.
Im Rennen um das Weisse Haus dürften die neuesten Bilder seiner Wahlkampftour bestimmt nützlich sein. Bei einem Besuch einer Pizzeria in Fort Pierce stemmte der Restaurantbesitzer Scott Van Duzer den mächtigsten Mann der Welt kurzer Hand in die Luft.
Beim 1,90 Meter grossen Hünen aus dem US-Bundesstatt Florida handelt es sich um einen eingeschriebenen Republikaner. Doch nach dem Besuch wechselt Van Duzer die Fronten. Obama könne im November mit seiner Stimme rechnen, sagte der Restaurantbetreiber.
Romney-Kampagne verliert an Schwung
Weniger gut unterwegs ist hingegen Mitt Romney. Die Zeitung «Hill» berichtete, der Republikaner habe im August 111 Millionen Dollar eingesammelt. Das Spendenaufkommen für August gilt als besonders bedeutsam, weil Romney in diesem Monat seinen Kandidaten für die Vize-Präsidentschaft, den erzkonservativen Paul Ryan, benannte und sowohl die Demokratische als auch die Republikanische Partei ihre Nominierungsparteitage abhielten.
Allerdings ist Romneys Wahlkampfkasse weiterhin besser gefüllt als Obamas. In den letzten Wochen vor der Präsidentschaftswahl am 6. November kommt es entscheidend auf das Spendenaufkommen an, um möglichst viele TV-Spots absetzen zu können.
(sda/afp/blur;hurg)



