International
Syrien-Gesandter warnt vor überzogenen Erwartungen
Der neue Syrienvermittler Lakhdar Brahimi hat seine schwierige Mission in Kairo begonnen. Er sprach zunächst mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi. In Syrien selbst geht das Morden derweil weiter.
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Brahimi warnte vor überzogenen Erwartungen und sagte: «Ich stehe im Dienst des syrischen Volkes.» Auf die Frage, wann er nach Damaskus reisen werde, antwortete er: «In einigen Tagen.»
Auch Mursi auf dem Besuchsplan
Brahimi wollte sich in Kairo auch mit dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi beraten. Der algerische Diplomat hatte sich bereiterklärt, die Aufgabe als Vermittler der Arabischen Liga und der Vereinten Nationen zu übernehmen, nachdem Kofi Annan im August wegen Erfolglosigkeit das Handtuch geworfen hatte.
Aus dem Amt von Präsident Mursi hiess es, für die kommende Woche sei ein erstes Treffen der von ihm angeregten neuen Syrien-Kontaktgruppe geplant, wahrscheinlich auf Aussenministerebene.
Dieser Gruppe gehören Ägypten, der Iran, die Türkei und Saudi-Arabien an. Möglicherweise werde auch ein Vertreter Frankreichs zugegen sein.
Krieg in Syrien geht weiter
Die Gegner von Präsident Baschar al-Assad berichteten von Kämpfen in Damaskus, Daraa und Homs. Landesweit zählten die Aktivisten 18 Tote. Am Sonntag sollen nach Informationen von Aktivisten 180 Menschen getötet worden sein.
Unter den Toten sind nach Angaben staatlicher Medien auch 27 Opfer einer Explosion in der Stadt Aleppo. Bei den Opfern handle es sich um Zivilisten. 64 Menschen hätten bei dem Anschlag, der von «Terroristen» verübt worden sei, Verletzungen erlitten, hiess es.
Die der Opposition nahestehende Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter erklärte dagegen, bei den Opfern handle es sich um Angehörige der Regierungstruppen.
(sda/hurg)







