International
Anschlagsserie im Irak reisst nicht ab
In der irakischen Hauptstadt Bagdad haben Terroristen erneut eine Autobombe gezündet. Dabei kamen mindestens 10 Menschen ums Leben. Bereits am Wochenende starben zahlreiche Personen durch Anschläge.
Augenzeugen berichteten von 10 Toten und 15 Verletzten in der Nacht zum Montag. Sie sagten, der Sprengsatz sei in dem vorwiegend von Schiiten bewohnten Vorort Sadr-City in der Nähe einer Teestube explodiert.
Am Sonntag hatten Terroristen, die dem Umfeld von Al-Kaida zugerechnet werden, in mehreren Städten Bomben gezündet.
Der blutigste Anschlag wurde im Stadtteil Sadr City im Nordosten Bagdads verübt. Dort starben mindestens 13 Menschen, während 32 weitere verletzt wurden. Auf einem Markt des Viertels Watschatsch wurden demnach sieben Menschen getötet, 21 weitere erlitten Verletzungen.
In Tschula im Norden der Hauptstadt kamen fünf Menschen ums Leben, 22 wurden verletzt. Bei einem weiteren Anschlag im Stadtteil Hula gab es drei Tote und 14 Verletzte. In Ur im Norden Bagdads starben vier Menschen, verletzt wurden den Angaben zufolge 13 weitere.
Iraks Vize-Präsident zum Tode verurteilt
Tarik al-Haschemi, irakischer Vize-Präsident, soll für den Mord an einem Anwalt und einem General verantwortlich sein. Nun hat ihn ein Gericht in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Mehr.
Bereits vor dem Urteil hatten mehrere Anschläge im ganzen Land zahlreiche Tote gefordert. Der schwerste Angriff traf am Sonntag die 300 Kilometer südlich von Bagdad gelegene Stadt Amara. Allein dort rissen zwei Autobomben mindestens 24 Menschen in den Tod, wie die Behörden mitteilten.
Der Irak ringt darum, dass der Konflikt im benachbarten Syrien nicht auf das eigene Land übergreift. Doch in den vergangenen Monaten erschütterten immer wieder Anschläge das Land, das selbst mit Feindseligkeiten zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu kämpfen hat.
Die Bagdader Koalitionsregierung steht wegen der Spannungen zwischen den im Kabinett beteiligten Sunniten, Schiiten und Kurden praktisch kontinuierlich vor dem Scheitern.
(dpa/kunb)



