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Schweiz

Stadt Zug kauft früheren Sitz der Landis + Gyr

Sonntag, 9. September 2012, 14:13 Uhr

Die Zuger Stadtverwaltung kann in den ehemaligen Hauptsitz des Industriekonzerns Landis + Gyr ziehen und damit ihre zahlreichen Büros in der Altstadt aufgeben. Die Stimmberechtigten haben dem Kauf des Gebäudes zugestimmt.

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Für ihr neues Stadthaus geben die Zuger 52,2 Millionen Franken aus. Gegenwärtig gehört das Haus noch der Siemens Schweiz. Weil Siemens aber einen neuen Sitz in Zug baut, wird das historische Gebäude in drei bis sechs Jahren frei.

Mit der Zusammenlegung der Verwaltungseinheiten werden in der Altstadt mehrere Standorte frei und können verkauft oder für andere Zwecke genutzt werden. Das bisherige Stadthaus am Kolinplatz soll aber weiterhin für repräsentative Anlässe und Trauungen genutzt werden.

Ein Stück Industriegeschichte

Die wenigen Gegner der Vorlage argumentierten, dass der Kaufpreis zu hoch und die Aktion «übereilt und euphorisiert» sei. Die Verwaltung werde damit aufgebläht. Dem Bürger hingegen bringe die Zentralisierung nichts.

Das Gebäude aus dem Jahr 1944 hat für viele Zugerinnen und Zuger einen hohen emotionalen Wert. Beim ehemaligen L+G-Hauptsitz handelt es sich um ein wichtiges Stück lokaler Industriegeschichte. Der Konzern beschäftigte einst bis zu 5200 Mitarbeitende und hatte auf die Stadt prägenden Einfluss.

(sda/galc;schubeca)