Schweiz
FDP Frauen fordern Frauenquote
«Zeit, ein Zeichen zu setzen»: Nun fordern nach linken Politikerinnen auch die FDP Frauen Quoten für ihr Geschlecht. Allerdings wollen die FDP Frauen die Quoten zeitlich begrenzt und nicht flächendeckend einführen.
Der Entscheid, Frauenquoten zu unterstützen, sei im Vorstand einstimmig gefallen, bestätigte die Generalsekretärin der FDP Frauen, Claudine Esseiva, entsprechende Berichte der Sonntagspresse.
In einem Communiqué heisst es, die «krasse Untervertretung» der Frauen in den Führungsgremien sei nicht mehr akzeptabel. Als liberale Partei seien die FDP Frauen zwar dagegen, dass der Wirtschaft per Gesetz vorschrieben werde, wie sie zu arbeiten habe. «Der Staat muss jedoch dann eingreifen, wenn die Chancengleichheit faktisch nicht existiert.»
«In der Schweiz hat sich kaum etwas bewegt»
Nach Ansicht der FDP Frauen hat sich in der Schweiz in den vergangenen Jahren kaum etwas bewegt: So gebe es nur gerade elf Prozent Frauen in den Verwaltungsräten und fünf Prozent in der Führungsetage der Unternehmen. «Es ist an der Zeit, ein Zeichen zu setzen», sagte Esseiva.
In einem ersten Schritt wollen die FDP Frauen deshalb die Forderung nach Quoten «im Sinne von Zielvorgaben» in der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Im Service public seien Quoten richtig, weil die öffentliche Verwaltung mit gutem Beispiel vorausgehen müsse und mit Steuergeldern finanziert werde.
Zeitlich befristete Quotenregelung
Die Geschlechterquoten sollen allerdings zeitlich befristet sein und regelmässig auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Ebenfalls Quoten auf Zeit – zum Beispiel für fünf Jahre – halten die FDP Frauen in Verwaltungsräten börsenkotierter Unternehmen für eine «mögliche und umsetzbare Massnahme».
Frauenquoten von beispielsweise 30 Prozent in sämtlichen Konzernleitungen zu fordern, taxieren die FDP Frauen allerdings als «realitätsfremd». Dazu fehlten heute die weiblichen Fachkräfte, gerade in den technischen Berufen.
(sda/krua;galc)






