International
Youssou N'Dour singt für Flutopfer Senegals
Eigentlich hatte sich Youssou N'Dour ganz von der Musik verabschiedet hat, um Politiker zu werden. Doch für den guten Zweck hat der Kulturminister Senegals nochmals zum Mikrofon gegriffen.
5000 Menschen sind obdachlos, mindestens 15 Menschen sind ums Leben gekommen, das Trinkwasser ist verunreinigt: Seit Wochen plagen Senegal starke Regenfälle und als Folge Überschwemmungen. Um den Betroffenen zu helfen, gab Senegals Kulturminister Youssou N'Dour mit anderen Künstlern in Dakar ein Benefizkonzert. Sein Fach versteht N'Dour noch immer.
In den 90er Jahren erlangte er mit «7 Seconds» einen Welthit. In Grossbritannien, Frankreich oder Australien schaffte es das Duett mit Neneh Cherry in die Top 3.
In der Schweiz erhielt die Platte Gold mit über 25'000 verkauften Singles. 2005 erhielt für sein Album «Egypte» den Grammy in der Kategorie «Bestes Weltmusikalbum».
Politkarriere gestartet
Im November letzten Jahres aber kündigte er schliesslich an, aus dem Musikgeschäft auszusteigen und sich auf die Politik zu konzentrieren.
N'Dour hatte Grosses im Sinn. Im Januar gab er bekannt, für das Präsidentenamt kandidieren zu wollen. Doch das Verfassungsgericht Senegals lehnte seine Kandidatur im Februar ab – wegen N'Dours Kritik am Regime. Trotzdem schaffte er den Sprung in die Politik. Im April wurde er vom neu gewählten Premierminister Abdoul Mbaye zum Minister für Kultur und Tourismus ernannt.
(sf/afp/mery;krua)






