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Mehr als 70 Tote nach mehreren Anschlägen im Irak
Bei einer der schlimmsten Terrorwellen seit Wochen sind im Irak Dutzende Menschen getötet und vermutlich hunderte verletzt worden. Erstmals seit langem war auch der schiitische Süden des Landes wieder von Anschlägen betroffen.
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Die folgenreichsten Anschläge ereigneten sich in Amara im Südosten des Landes, in Bagdad und auf einem Militärstützpunkt nahe der irakischen Hauptstadt.
In Amara starben nach Angaben der Behörden mindestens 16 Menschen. Die erste Autobombe war auf einem überfüllten Markt in der Nähe eines schiitischen Schreins gezündet worden. Die zweite explodierte, als die Helfer eintrafen.
Mehrere Anschläge in Bagdad
In Bagdad starben mindestens 15 Menschen bei mehreren Autobombenanschlägen. Ein Sprengsatz explodierte ebenfalls auf einem Markt. Allein dort starben sieben Menschen, mehr als 20 wurden verletzt. Tote und Verletzte gab auch es bei Explosionen in den Stadtteilen Tschula und Hula.
Bei dem Angriff auf den Militärstützpunkt Dudschail nördlich der Hauptstadt kamen elf Soldaten ums Leben. Nach Angaben der Polizei sprengte sich dort ein Selbstmordattentäter in die Luft. Auch mehrere Bewaffnete sollen involviert gewesen sein.
Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten wachsen
Zu den Anschlägen hat sich bislang noch niemand bekannt. Die Taten werden sunnitischen Extremisten aus dem Dunstkreis des irakischen Ablegers der al-Kaida zugeschrieben. Fast alle Opfer waren Angehörige der schiitischen Bevölkerungsmehrheit oder Soldaten. Erstmals seit langem war auch der schiitische Süden des Landes betroffen.
Angeheizt wurden die politischen Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten durch ein Gerichtsurteil. Ein Gericht in Bagdad verurteilte den flüchtigen Vize-Präsidenten Tarek al-Haschemi zum Tode. Der Sunnit wurde in Abwesenheit unter anderem des mehrfachen Mordes für schuldig befunden.
Iraks Vize-Präsident zum Tode verurteilt
Tarik al-Haschemi, irakischer Vize-Präsident, soll für den Mord an einem Anwalt und einem General verantwortlich sein. Nun hat ihn ein Gericht in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Mehr.
(agenturen/krua)






