International
Iraks Vize-Präsident zum Tode verurteilt
Tarik al-Haschemi, irakischer Vize-Präsident, soll für den Mord an einem Anwalt und einem General verantwortlich sein. Nun hat ihn ein Gericht in Abwesenheit zum Tode verurteilt.
Sein Privatsekretär und Schwiegersohn Ahmed Kahtan wurde ebenfalls zum Tode verurteilt. Der seit Mai laufende Prozess verschärfte den innenpolitischen Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten im Irak kurz nach dem Abzug der US-Truppen.
Al-Haschemi wird wegen Verdachts auf «Führung und Finanzierung terroristischer Anschläge» per internationalen Haftbefehl gesucht. Er war Ende 2011 in die autonomen Kurdengebiete im Nordirak geflohen, nachdem der schiitische Ministerpräsident Nuri al-Maliki einen Haftbefehl gegen ihn veranlasst hatte.
Laut einer Erklärung auf seiner Website vom 10. August hält er sich in Katar auf. Al-Maliki wirft dem Vize-Präsidenten vor, Leibwächter finanziell unterstützt zu haben, die in Anschläge verwickelt waren. Al-Haschemi weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe als politisch motiviert zurück.
(sda/mery;krua)







