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Hongkong dürfte aus Protest Opposition wählen
In Hongkong haben die Wahlen zur Volksvertretung begonnen. Rund 3,4 Millionen Stimmberechtigte wählen etwas mehr als die Hälfte der 70 Sitze im Legislativrat. Bei den Wahlen in der früheren britischen Kronkolonie wird der Streit mit Chinas Führung sichtbar.
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Nach Einschätzung von Politikexperten könnten zahlreiche Kontroversen mit der chinesischen Führung dazu führen, dass die für mehr Demokratie kämpfenden Oppositionsparteien gestärkt aus der Abstimmung hervorgehen. Sie wollen wieder über die Schwelle von einem Drittel der Stimmen kommen und sich damit Vetorechte sichern.
Die Wahl erfolgt unter dem unmittelbaren Eindruck eines Streits über einen neuen Schullehrplan. Die chinesische Führung wollte Patriotismus als Pflichtfach einführen. Nach wochenlangen Protesten von Zehntausenden Hongkongern verzichtete der von der chinesischen Regierung unterstützte Gouverneur Leung Chun-Ying auf dessen Umsetzung.
Lehrplan sei Hirnwäsche
Lehrer, Eltern und Schüler hatten das für 2015 geplanten Vorhaben als eine von der Kommunistischen Partei der Volksrepublik initiierte Hirnwäsche gebrandmarkt. Der am 1. Juli angetretene Leung steht in Hongkong auch wegen der rasant steigenden Immobilienpreise in der Schusslinie.
Sonderverwaltungszone Chinas
Grossbritannien hatte die ehemalige Kronkolonie 1997 vertragsgemäss an China zurückgegeben. Hongkong verteidigt seither energisch seine relativ grosse Unabhängigkeit.
(reuters/galc;schubeca)



