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Schäuble: «Wir werden ihnen auf die Schliche kommen»

Samstag, 8. September 2012, 15:32 Uhr

Lange hat der deutsche Finanzminister zur Kritik am Steuerabkommen mit der Schweiz geschwiegen. Nun hat Wolfgang Schäuble Vorwürfe zurückgewiesen, das Abkommen öffne dem Verschieben von Schwarzgeld in andere Steueroasen Tür und Tor.

Bild «Wir werden ihneDeutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble: «Die behauptete Lücke gibt es nicht» n auf die Schliche kommen»: Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble.
Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble: «Die behauptete Lücke gibt es nicht» keystone/archiv

«Diejenigen, die meinen, ihre Gelder noch schnell verschieben zu können, werden feststellen müssen, dass wir ihnen auf die Schliche kommen werden», sagte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble dem deutschen Magazin «WirtschaftsWoche».

Dies werde mithilfe des Informationsaustauschs mit der Schweiz und anderen Staaten geschehen. «Auch dabei sind wir durch das Abkommen besser aufgestellt», sagte Schäuble.

«Die behauptete Lücke lässt sich durch nichts belegen»

Der Finanzminister reagierte damit nach längerem Schweigen auf Kritik der deutschen SPD. Die Opposition droht, den Vertrag im Bundesrat, der zweiten Kammer des deutschen Parlaments, scheitern zu lassen. So hatte etwa jüngst der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans kritisiert, das Abkommen ermögliche Steuerflüchtigen «freies Geleit in andere Steueroasen».

Schäuble widersprach ihm nun: «Diese behauptete Lücke lässt sich durch nichts belegen», sagte Schäuble dem Magazin. «Deutsche Kunden halten – soweit man das von aussen beurteilen kann - Schweizer Banken trotz der drohenden Schwarzgeld – Besteuerung offenbar die Treue.»

(sda/krua;galc)