Vermischtes
Vierfach-Mord bei Annecy: Erbschaftsstreit als mögliches Motiv
Zwei Tage nach dem Blutbad bei Annecy haben die französischen Ermittler erste Hinweise auf das Tatmotiv. Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft konzentriert sich auf einen Streit um eine Erbschaft.
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Die Staatsanwaltschaft in Frankreich leitete zwei Ermittlungsverfahren wegen «Mordes» an den Erwachsenen und «versuchten Mordes» an den Mädchen ein, wie der zuständige Staatsanwalt Eric Maillaud mitteilte. «Es gab den Willen, alle lebenden Personen zu töten», hob er hervor.
Bei dem brutalen Mord am Mittwochnachmittag waren auf einem Waldparkplatz bei Annecy ein aus dem Irak stammender Brite, seine Frau, die Mutter der Frau und ein französischer Fahrradfahrer erschossen worden. Alle wurden durch Kopfschüsse getötet.
Nur die beiden kleinen Töchter der britischen Familie überlebten das Blutbad: Die Vierjährige blieb unverletzt, weil sie sich im Auto unter den beiden getöteten Frauen versteckte, ihre siebenjährige Schwester erlitt Schädelfrakturen und eine Schusswunde.
Unterstützung durch den britischen Geheimdienst
Mit Blick auf einen möglichen Familienstreit um Geld sagte der Staatsanwalt: «Diese Information scheint seriös zu sein, sie stammt von der britischen Polizei.» Der Bruder müsse nun «sehr lange» befragt werden.
Bei der Aufklärung des rätselhaften Mordfalls kann womöglich auch der britische Geheimdienst behilflich sein. Der erschossene Brite irakischer Herkunft sei früher vom Geheimdienst überwacht worden, meldete die britische Zeitung «Daily Mail». Das Opfer sei 2003 während der von den USA und Grossbritannien angeführten Intervention im Irak überwacht worden.
Der getötete Brite war Ingenieur und hatte eine eigene Informatik-Beratungsfirma. Er arbeitete vor allem im Bereich Luft- und Raumfahrt.
(sda/afp/dpa/blur;hurg)



