Schweiz
Schneider-Ammann bekämpft Leerlauf mit Geld
Bundesrat Johann Schneider-Ammann sagt den administrativen Leerläufen im Wirtschaftsdepartement (EVD) den Kampf an. Dazu spannt er die eigenen Mitarbeiter ein. Wer den besten Verbesserungsvorschlag macht, bekommt 5000 Franken.
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Der Ruf nach einer effizienteren Bundesverwaltung ist allerdings nicht neu. Nun wartet der oberste Chef des EVD, Bundesrat Schneider-Ammann, mit einer ungewöhnlichen Idee auf: Er hat einen internen Wettbewerb ins Leben gerufen, um die Abläufe und Prozesse in seinem Departement zu verschlanken. Das EVD bestätigte einen entsprechenden Bericht des St. Galler Tagblatt.
«Prix Switch» als Ansporn
Bundesrat Schneider-Ammann fordert alle Mitarbeitenden auf, Hinweise auf «offensichtlich unsinnige, aufwendige Prozesse» zu geben, wie er sich in einer E-Mail an seine Mitarbeitenden zitieren lässt. Beurteilt werden die Vorschläge von einer fünfköpfigen Jury unter Vorsitz der Generalsekretärin Monika Rühl.
Noch bis im November können EVD-Mitarbeitende Vorschläge einreichen. Der «Prix Switch» ist mit 10'000 Franken dotiert und soll jährlich vergeben werden – erstmals im nächsten Frühjahr. Dem Gewinner winkt ein Preisgeld von 5000 Franken. Die zweit- und drittplatzierten erhalten 3000 respektive 1000 Franken. Lernende erhalten Naturalpreise.
«Ich bin überzeugt, dass hier ein grosses Ideen-Potenzial schlummert», lässt sich Schneider-Ammann in der Ausschreibung zum «Prix Switch» zitieren. Durch den aktiven Einbezug der Mitarbeitenden liessen sich kostentreibende Leerläufe finden und beseitigen.
(sda/muei)



