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Krise im Euro-Land

Van Rompuy macht den Griechen Mut

Freitag, 7. September 2012, 19:15 Uhr

In Griechenland sind die Verhandlungen über das harte Sparprogramm in eine neue Runde gegangen. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy begrüsste die Sparbemühungen der Griechen und forderte Athen auf, seine Anstrengungen fortzusetzen.

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«Das griechische Volk hat bedeutende Schritte gemacht. Die Bemühungen müssen aber mit weiteren Reformen fortgesetzt werden», sagte Van Rompuy nach einem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras.

Mit der Umsetzung des Sparpaktes werde Griechenland bald eine «robuste Wirtschaft und Verwaltung» bekommen. «Ich habe keine Zweifel, dass die Zukunft Griechenlands im Euroland ist», sagte Van Rompuy. Voraussetzung sei aber die Verwirklichung der Reformen.

Griechenland braucht Hilfe für Wachstum

Der griechische Ministerpräsident Samaras versicherte dem Belgier, Griechenland werde seine Aufgaben erfüllen. Samaras machte aber deutlich, dass das Land dringend Wachstum braucht. Das Problem der Arbeitslosigkeit (24,4 Prozent) habe mittlerweile «explosive Dimensionen angenommen» meinte Samaras. «Die Ausdauer der Griechen hat ihre Grenze erreicht», fügte Samaras hinzu.

Nach den Worten von Samaras ist es jetzt dringend notwendig, die griechische Wirtschaft anzukurbeln. Dies sei nach dem Beschluss der Europäischen Zentralbank, unter Bedingungen unbegrenzt Staatsanleihen von Euro-Krisenländern aufzukaufen, «realistischer geworden», meinte Samaras.

Geldgeber-Troika in Athen

Auch die Führung der Geldgeber-Troika von Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds kam in Athen an. Die Kontrolleure werden sich in den kommenden Tagen mit Finanzminister Ioannis Stournaras und dem griechischen Regierungschef Samaras treffen. Im Mittelpunkt dieser Kontrollen steht das mehr als 11,5 Milliarden Euro schwere Sparprogramm Griechenlands für die Jahre 2013 und 2014.

Es sollen vor allem Rentner und Staatsbedienstete die Hauptlast der neuen Einsparungen tragen. Die Gewerkschaften kündigten bereits erste Demonstrationen für Samtagabend an. Von der Umsetzung dieses Sparprogramms hängen weitere Hilfen für Griechenland ab. Der Bericht der Troika soll Ende September oder Anfang Oktober vorliegen.

(dpa/galc; muei)