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International

Assad will Nothelfern Zugang erleichtern

Freitag, 7. September 2012, 15:41 Uhr, Aktualisiert 08.09.2012, 1:06 Uhr

Syriens Präsident Baschar al-Assad hat Erleichterungen für die Arbeit von IKRK-Mitarbeitern sowie des Roten Halbmonds in Aussicht gestellt. Derweil zeigte sich IKRK-Präsident Maurer nach seiner Rückkehr aus Syrien geschockt über die Zustände im Land.

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Assad habe zugesagt, dass es nötig sei, die humanitäre Hilfe in Syrien dringend zu verstärken. Dies sagte IKRK-Präsident Peter Maurer in Genf. Er war zuvor bei einem dreitägigen Arbeitsbesuch in Syrien auch von Präsident Assad empfangen worden.

Assad habe zugestimmt, die Lieferung von Hilfsgütern zu erleichtern, teilte Maurer mit. Er wolle zudem den Wunsch des IKRK nach Zugang zu Zehntausenden Menschen prüfen, die in den vergangenen Monaten von den Sicherheitskräften eingesperrt wurden.

Jeder Tag bringt mehr Opfer

Der IKRK-Präsident sagte, bei Besuchen in ländlichen Regionen rings um Damaskus hätten ihn das Leid der Menschen sowie das Ausmass der Zerstörung geschockt. 

«Wegen fehlender medizinischer Hilfe sterben täglich Männer, Frauen und Kinder, die eigentlich gerettet werden könnten.»

EU und UNO verstärken Hilfe

Die EU- Kommission will ihre finanzielle Hilfe für die Opfer der Kämpfe um 50 Millionen Euro auf 119 Millionen Euro aufstocken. Auch das UNO- Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) gab bekannt, seine Hilfsgelder für Vertriebene innerhalb des Landes auf etwa 33 Millionen Euro mehr als zu verdoppeln.

Die Vereinten Nationen wiederholten ihren Spendenaufruf für das kriegsversehrte Land. Nach 180 Millionen Dollar im Juli erklärte die UNO nun 347 Millionen Dollar zum Spendenziel. Die Zahl der Hilfebedürftigen habe sich seit Juli verdoppelt, hiess es zur Begründung.

Es müsse sich nun zeigen, ob die syrische Regierung diese «positiven Verpflichtungen» auch tatsächlich umsetzt. «Jeder Tag, der verstreicht, bringt mehr Opfer und menschliches Leid. Ich werde persönlich genau darauf achten, wie die Ergebnisse unserer Gespräche vor Ort umgesetzt werden», betonte Maurer.

Das IKRK hatte zuvor geklagt, dass Helfer in vielen Teilen des Landes wegen der immer schwereren Kämpfe nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt arbeiten können.

(sda/muei/weis;mery)