Schweiz
Kommandoposten bunkert jetzt Daten
Früher ist im Berg von Attinghausen im Urnerland einer der grösste Kommandoposten für die Landesverteidigung im Kriegsfall untergebracht gewesen. Heute lagern im Stollensystem Datenträger und Server mit sensiblen Daten von Firmen – unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen, wie «Schweiz aktuell» berichtet.
Im Mai 2005 hat die Armee die Führungsanlage im Berg ausgemustert – nun wird wieder gebunkert in Attinghausen. Eine private Firma, die Deltalis SA, hat die Anlage gekauft – über die Kosten wurde Stillschweigen vereinbart – und errichtet nun dort einen atomwaffensicheren und gut geschützten Bunker für Datenträger. Kunden sind Grossbanken oder Pharmafirmen, die darauf angewiesen sind, dass ihre hochsensiblen Daten nicht verloren gehen oder in falsche Hände kommen.
Platz für die Daten hat es genug: Die Hälfte der dreistöckigen Anlage von 15‘000 Quadratmetern Fläche steht für Serverräume zur Verfügung; erst ein kleiner Teil davon wird genutzt. Der Rest der Anlage dient der Infrastruktur: Büros, Wasserreservoir zur Kühlung der Elektronik und Elektroräume mit Dieselgeneratoren zur Notstromversorgung. Und dies alles doppelt gesichert: Fällt eine Anlage aus, läuft die andere weiter.
Es muss alles bombensicher sein im Datenbunker. Einen grossen Teil zur Sicherheit trägt der Berg bei Attinghausen selbst bei: Er soll die Anlage vor einer 20-Megatonnen Atombombe schützen.
(sf;coro)







