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International

Störfall im AKW Fessenheim – zwei Leichtverletzte

Mittwoch, 5. September 2012, 17:14 Uhr, Aktualisiert 18:23 Uhr

Bei einem Zwischenfall im französischen AKW Fessenheim nahe der Schweizer Grenze sind zwei Personen leicht verletzt worden. Nach Angaben erlitten sie leichte Verbrennungen, als Wasserstoffperoxid-Dampf austrat.

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«Es handelt sich nicht um einen Brand, es ist ein kleines Problem», erklärte der Betreiber von Frankreichs ältestem AKW. Der Unfall habe sich nicht im Reaktorgebäude ereignet. Durch den Austritt des Dampfes sei vermutlich die Löschanlage aktiviert worden. Die beiden Verletzten seien «durch ihre Handschuhe hindurch» verletzt worden.

Auch die Präfektur erklärte, es handle sich nicht um einen Brand. Vielmehr sei es zu einem Austritt von Wasserstoffperoxid-Dampf gekommen, als Wasserstoffperoxid in ein Reservoir eingeleitet worden sei und mit Wasser reagiert habe. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort.

Fessenheim ist das älteste AKW Frankreichs. Die Anlage aus dem Jahr 1977 liegt in der Erdbebenzone des Rheingrabens. Von Fessenheim bis zur Schweizer Grenze sinde es etwas mehr als 40 Kilometer. Weil es immer wieder zu Zwischenfällen kommt, verlangen Atomgegner in Frankreich, aber auch aus der Schweiz, immer wieder die Abschaltung.

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Der neu gewählte französische Präsident François Hollande hatte im Wahlkampf die Schliessung des AKW Fessenheim bis zum Jahr 2017 angekündigt. Er hat aber bislang kein konkretes Datum genannt.

Der französische Grünen-Politiker François de Rugy sagte, der Zwischenfall «erinnert alle daran, dass die Atomenergie gefährlich ist». Hollande müsse seine Zusage einhalten, Fessenheim zu schliessen.

(agenturen/muei;horm)