US-Wahlkampf 2012
Obamas beste Wahlkämpferin: Michelle
Hätte US-Präsident Barack Obama Umfragewerte wie seine Frau, bräuchte er sich um seine Wiederwahl nicht zu sorgen: Die First Lady ist beim Volk beliebter als ihr Mann. Auch Republikaner haben Achtung vor ihrer Intelligenz und Fachkenntnis.
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Gebildet, eloquent, leidenschaftlich und selbstbewusst: Wann und wo immer die 48jährige Michelle Obama auftritt, zieht sie die Massen an. Das war schon vor vier Jahren so, als sie für ihren Mann Barack die Werbetrommel rührte.
Eiserne Disziplin – nicht nur im Fitness-Center
Auch dieses Mal erweist sich die Juristin wieder als beste Wahlkämpferin des Demokraten. Aus Patzern, die sie 2008 anfangs machte, hat sie längst gelernt. Ihre Berater sagen, dass sie sich extrem intensiv auf ihre Reden vorbereite und sich hüte, vom Skript abzuweichen – ein Zeichen eiserner Disziplin, die der 1,80 Meter grossen durchtrainierten Frau auch beim Fitnesstraining täglich frühmorgens zu eigen ist.
Der unbedingte Wille zum Erfolg prägte sie schon in jungen Jahren. Die am 17. Januar 1964 geborene Michelle wuchs in einfachen Verhältnissen in der South Side Chicagos auf, dem armen Schwarzenviertel. Ihr Vater war Schlosser bei den Wasserwerken, die Mutter Sekretärin.
Obama war ihr Praktikant
Mit klugem Kopf und Strebsamkeit schaffte Michelle den Sprung an die Eliteuniversitäten Princeton sowie Harvard und erwarb sich einen Doktortitel in Jura. Nach dem Studium trat sie zunächst in ein renommiertes Anwaltsbüro ein, wo sie auch ihren späteren Mann kennenlernte: Er wurde ihr als Praktikant zugewiesen. 1992 heiratete das Paar.
Von der Anwaltskanzlei wechselte Michelle später in die Sozialarbeit und war vor dem Wahlsieg ihres Mannes 2008 zuletzt eine Vizepräsidentin am Universitätsklinikum von Chicago. 1998 und 2001 wurden die Töchter Malia und Sasha geboren.
(dpa/buev;horm)







