Schweiz
SGB läutet «Lohnherbst» ein
1,5 bis 2,5 Prozent mehr Lohn sollen Arbeitgeber den Angestellten zahlen. Dies fordert der schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) für das kommende Jahr. Die Erhöhungen sollen zudem generell ausgerichtet werden.
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Bislang hätten nur Arbeitnehmer mit hohem bis sehr hohem Einkommen von der Individualisierung der Lohnpolitik profitiert, argumentiert der SGB. Einzig die Rückkehr zu generellen Erhöhungen könne diese Fehlentwicklung der letzten Jahre korrigieren, so SGB-Präsident Paul Rechsteiner.
Konsum durch Lohnerhöhungen stärken
Die Arbeitgeberseite will eher sogar Lohnsenkungen. Nur so könnten Job längerfristig bewahrt werden. Rechsteiner hat kein Verständnis für die Position, wie er zur «Tagesschau» sagte. Nur wenn die Löhne angehoben würden, könnte auch der Konsum die Wirtschaft gesamthaft stärken.
Nachholbedarf sehen die Gewerkschaften insbesondere bei den Löhnen von Frauen. Im Verkauf beispielsweise betrage die Lohndifferenz zu Ungunsten der Frauen immer noch 18 Prozent. Die SGB-Gewerkschaften verlangen daher, dass die gesetzlich garantierte Lohngleichheit endlich umgesetzt wird. Dazu brauche es verbindliche Mindestlöhne und spezielle Lohnerhöhung für Frauen.
(sda/muei;galc)



