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International

Wieder Gewalt in südafrikanischer Mine

Montag, 3. September 2012, 17:39 Uhr

Bei einer südafrikanischen Mine ist es erneut zum Eklat gekommen: Mindestens vier Arbeiter der Goldmine sind dabei verletzt worden.

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Rund 200 nach einem Streik entlassene Arbeiter griffen ihre einstigen Kollegen vor der Mine östlich von Johannesburg mit Stöcken und Eisenstangen an. Vier Arbeiter seien ins Spital gebracht worden. Möglicherweise seien sie auch durch Schüsse verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Vorfall werde derzeit untersucht.

Nach Angaben des Minenbetreibers Gold One hatten insgesamt 60 entlassene Arbeiter am Morgen versucht, den Eingang zur Mine Modder East zu blockieren. Die Polizei sei mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Blockierer vorgegangen, am Nachmittag habe sich die Lage wieder beruhigt.

Laut Gold One wurden die Kumpel in den vergangenen Wochen wiederholt bedroht und angegriffen. Hintergrund ist demnach ein Streik in der Goldmine im vergangenen Juni, nach dem der Betreiber mehr als die Hälfte seiner Arbeiter entlassen hatte. 300 der Entlassenen wurden inzwischen wieder eingestellt.

Über 40 Tote im August

Mitte August waren bei einem Streik in der südafrikanischen Platinmine Lonmin in Marikana 44 Menschen getötet worden. 34 von ihnen wurden von der Polizei erschossen. Nach eigener Darstellung handelten sie in «legitimer Notwehr», da sie angegriffen worden sei, doch wird diese Darstellung inzwischen angezweifelt.

Die Situation in dem Bergwerk war stark angespannt, nachdem im Kampf zwischen rivalisierenden Gewerkschaften zehn Menschen getötet worden waren, darunter zwei Polizisten.

(sda/hurg;schubeca)