US-Wahlkampf 2012
Obama bleibt trotz Schelte Fan von Eastwood
Einen echten Fan kann nichts erschüttern: Trotz Clint Eastwoods Auftritt auf dem Parteitag der US-Republikaner ist Präsident Barack Obama nach eigenen Worten noch immer ein «grosser Fan» des Oscar-Preisträgers. An der Rede von Präsidentschaftskandidat Romneys lässt Obama allerdings kein gutes Haar.
Eastwood sei ein «grossartiger Schauspieler und ein noch besserer Regisseur», sagte Obama in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der Zeitung «USA Today».
Eastwood hatte auf dem Parteitag der Republikaner mit einem imaginären Obama auf einem leeren Stuhl gesprochen und dem Präsidenten Wortbruch vorgeworfen. Auf die Frage, ob er den Auftritt als beleidigend empfunden habe, sagte Obama: «Wenn du dich leicht angegriffen fühlst, solltest du dir vielleicht einen anderen Job suchen.»
«Keine neuen Ideen» bei Romney
Seinem Herausforderer Mitt Romney hat Obama eine gestrige Politik vorgeworfen. Bei seiner Nominierungsrede auf dem Parteitag habe Romney «nicht eine neue Idee» präsentiert, sagte Obama bei einem Wahlkampf-Auftritt in Colorado. Ungeachtet der aktuellen Herausforderungen hätten die Republikaner auf ihrem Parteitag ein Programm vorgelegt, «das eher für das vergangene Jahrhundert geeignet ist».

US-Präsidentschaftswahlen auf einen Blick
Interaktive Grafik mit den Resultaten der Vorwahlen der republikanischen Partei und den Ergebnissen der Präsidentschaftswahlen von 1992 bis 2008.
Obama kritisierte Romney auch dafür, dass er in seiner Rede kein Wort über den Krieg in Afghanistan verloren habe. «Wir bringen unsere Soldaten aus Afghanistan nach Hause», sagte der Präsident. «Und ich habe einen Zeitplan festgelegt - wir werden sie dort 2014 rausgeholt haben. Gouverneur Romney hat keinen Zeitplan. Ich denke, er liegt falsch.»
Obama soll am Donnerstag auf dem Parteitag der Demokraten in Charlotte offiziell die erneute Nominierung seiner Partei als Präsidentschaftskandidat annehmen. Das dreitägige Politikspektakel beginnt am Dienstag. Derzeit befindet sich der Präsident auf einer Wahlkampftour durch vier sogenannte Swing States, die bei der Wahl im November ausschlaggebend sein könnten.
(sda/buev)






