Schweiz
Mit «Zebra-Trick» werden deutsche Steuerfahnder getäuscht
Trotz steigenden Drucks erwischt zu werden, ziehen nicht alle deutschen Steuersünder ihr unversteuertes Geld von den Schweizer Banken ab. Offenbar verstecken sie ihr Vermögen mit einem simplen Kniff vor dem deutschen Fiskus, dem sogenannten «Zebra»-Trick.
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Wie «Spiegel Online» berichtet, überweisen Steuerhinterzieher versteuertes Geld und Schwarzgeld einfach auf zwei verschiedene Konten. Das Modell «Zebra» steht für weisse und schwarze Konten.
Auf den weissen Konten lägen dabei in der Regel nur kleinere Beträge, die ordnungsgemäss versteuert würden. Die grossen Vermögen parkten die Kunden der Zürcher «Coutts Bank» auf den schwarzen Konten, so heisst es weiter.
Trick dank gestohlener Daten-CD aufgeflogen
Deutsche Steuerfahnder seien bei der Durchsicht der gestohlenen Bankkunden-CD dem Trick auf die Schliche gekommen. Für die Ertappten komme das Modell «Zebra» teuer, denn Steuerfahnder werten es als Täuschung.
Die Kritiker des geplanten Steuerabkommens zwischen der Schweiz und Deutschland freuen sich. Denn mit dem Aufdecken des simplen Tricks bei den Auswertungen der gestohlenen Steuer-CD dürften sich diese bestätigt fühlen.
Im Streit um Banken-CDs und Steuerflüchtlinge scheinen sich die Fronten damit weiter zu verhärten. Auch Bundesrat Ueli Maurer äusserte bereits öffentlich Kritik. Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble warnt seine Landsleute vor Überheblichkeit und der Finanzminister von Sachsen-Anhalt erklärte das Abkommen sogar für faktisch tot. Hier mehr.
(sf/godc)






