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Schweiz

Berset wirft Comparis Piraterie vor und prüft Klage

Samstag, 1. September 2012, 13:34 Uhr, Aktualisiert 15:25 Uhr

Die Piraterie-Vorwürfe gegen den Internetvergleichsdienst comparis.ch könnten doch noch vor Gericht landen. EDI-Vorsteher Alain Berset erwägt eine Strafklage. Zudem soll der Prämienrechner des Bundesamtes für Gesundheit priminfo.ch aufgewertet werden.

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In den nächsten Tagen steht laut des Departementes des Innern (EDI) fest, ob man klagen will oder nicht. Das Magazin «L'Hebdo» hatte publik gemacht, dass die Webseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) Opfer eines Hacker-Angriffs geworden war. Comparis hatte die Publikation mit einer superprovisorischen Verfügung verhindern wollen, musste später aber einräumen, dass ein Comparis-Mitarbeiter hinter dem Hacker-Angriff stand.

Dabei handelte es sich laut Comparis aber um eine private Aktion des Mitarbeiters. Sein Vorgehen verstosse gegen interne Richtlinien. Der Mann wurde umgehend entlassen.

EDI reagierte

Die neuste Entwicklung habe dazu geführt, dass die Affäre vom EDI neu beurteilt werde, sagte Ariane Geiser, Sprecherin des EDI. Bundesrat Berset nehme die Angelegenheit «sehr ernst», so Geiser weiter.

Die EDI-Sprecherin bestätigte zudem, dass Berset den BAG-Prämienrechner priminfo.ch aufwerten wolle, um ihn für die Nutzer «einfacher und effizienter» zu gestalten. Dabei werde auch die Anpassung rechtlicher Grundlagen geprüft, damit wieder Direktlinks zu den Versicherern aufgeschaltet werden könnten.

Gegen diese Verlinkung hatte sich Comparis mit einem Rechtsgutachen gewehrt, worauf das BAG im Juni darauf verzichtet hatte. Geprüft wird laut der EDI-Sprecherin ausserdem eine engere Zusammenarbeit mit Konsumentenschutzorganisationen.

(sda/galc;godc)