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Wirtschaft

Lufthansa-Flugbegleiter beenden ersten Streiktag

Donnerstag, 30. August 2012, 23:07 Uhr, Aktualisiert 31.08.2012, 14:06 Uhr

Wie angekündigt haben die Flugbegleiter nach ihrem achtstündigen Streik in Frankfurt ihre Arbeit wieder aufgenommen. Der Kampf um mehr Lohn stürzte Deutschlands grössten Flughafen ins Chaos.

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«Das war ein Riesenerfolg, auch wenn es uns für die Passagiere und die Kollegen am Boden leidtut. Aber das muss jetzt sein», sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Ufo.

Die Mitarbeiter legten von morgens 5 bis 13 Uhr ihre Arbeit nieder. Die Lufthansa konnte deshalb in diesem Zeitraum 32 geplante Hin- und Rückflüge, insgesamt 64 Flüge, nicht anbieten. Betroffen waren vor allem innerdeutsche und innereuropäische Strecken. 

Einschätzung von SF-Korrespondent Stefan Reinhart kurz vor Ende des Streiks. (Tagesschau am Mittag, 31.8.2012)

Der Flughafenbetreiber Fraport musste auf die Bremse treten und für gut 90 Minuten alle Starts von einem deutschen oder einem europäischen Flughafen mit Zielort Frankfurt stoppen. Grund seien die knapp gewordenen Parkpositionen, wie ein Sprecher erklärte.

Der nächste Streik folgt bestimmt

Ab Mittag entspannte sich die Lage etwas. Das Chaos dürfte sich aber schon bald fortsetzen. Der Ufo-Sprecher prophezeite: «Der nächste Streik wird schnell kommen.» Zuvor war davon die Rede, dass die Flugbegleiter bereits am Wochenende erneut in den Ausstand gehen könnten.

Ob das Kabinenpersonal am Wochenende tatsächlich nochmals streikt, ist unklar. (Tagesschau 31.8.2012, 19:30 Uhr)

Folgen in der Schweiz

Der Flughafen Zürich spürte die Auswirkungen kaum. Von den täglich insgesamt 30 Flügen zwischen Frankfurt und Zürich – je 15 in jeder Richtung – fliegt die Lufthansa zwanzig. Bis Streik-Ende um 13 Uhr fielen demnach je drei Lufthansa-Flüge pro Richtung aus. Auch Genf war mit je einem Flug nach Frankfurt und von Frankfurt nach Genf betroffen.

Die Ufo hatte am Dienstag nach dem Scheitern langwieriger Verhandlungen den Streik ausgerufen, dem die Mitglieder schon vorab zugestimmt hatten. Ufo hat in den seit 13 Monaten andauernden Verhandlungen neben fünf Prozent höheren Löhnen das Ende der Leiharbeit und Schutz gegen die Auslagerung von Jobs verlangt.

Bild Passagiere stehen am Frankfurter Flughafen wegen des Streiks der Lufthansa-Flugbegleiter Schlange.
Vor den Umbuchungsschaltern bildeten sich lange Schlangen. Es handelte sich um den ersten Streik des Kabinenpersonals in der Geschichte der Lufthansa. keystone

Mit ihren Streiks will die Ufo den «grösstmöglichen wirtschaftlichen Schaden» anrichten, so Ufo-Chef Nicoley Baublies. Es gehe ihnen nicht darum, den Fluggästen zu schaden. «Wäre es nach uns gegangen, hätte es zu diesem Arbeitskampf erst gar nicht kommen müssen.»

(sda/sf/buet/mery;krua)