Schweiz
Entwarnung beim AKW-Mühleberg
Der Reaktorbehälter im AKW-Mühleberg ist intakt. Die BKW hat bei der Ultraschallüberprüfung des Reaktordruckbehälters nach eigenen Angaben keine Materialfehler gefunden.
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Der bernische Energiekonzern BKW hat nun die Prüfresultate dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi eingereicht. BKW-Sprecher Sebastian Vogler sagte, vom Ensi habe sein Unternehmen noch keine Reaktion erhalten.
Das Ensi hatte vergangene Woche geschrieben, es werde der Wiederinbetriebnahme des Kernkraftwerks Mühleberg erst zustimmen, wenn die Sicherheit des Druckbehälters nachgewiesen sei.
Das Kernkraftwerk Mühleberg steht derzeit wegen der jährlichen Revisionsarbeiten ausser Betrieb. Laut Vogler könnte die BKW das Werk Ende Woche wieder hochfahren, wenn das Ensi dafür grünes Licht gibt.
Materialfehler in belgischen Vergleichstyp
Die Ultraschalluntersuchungen am Mühleberger Reaktordruckbehälter wurden vorgenommen, weil vor einigen Wochen in einem belgischen Kernkraftwerk Unregelmässigkeiten an diesem Behälter festgestellt worden waren. Die beiden Behälter wurden seinerzeit von der gleichen holländischen Firma geschmiedet.
Die BKW schloss schon Mitte August Materialfehler in ihrem Mühleberger Werk aus. Das belegten ihre Akten. Auch sei ihr Behälter nur von der gleichen Firma geschmiedet worden, das Material hingegen unterscheide sich.
Zu den Ultraschallprüfungen «in einem repräsentativen Bereich» des Behälters entschloss sich die BKW dann aber doch, weil bei ihr die Devise «Safety first» gelte.
(sda/blur; engf)



