Wirtschaft
Samsung verliert 12 Milliarden an Börsenwert
Nach der Gerichtsniederlage im Patentstreit mit Apple ist die Aktie von Samsung an der Börse in Seoul um rund sieben Prozent gefallen. Dies, obwohl Experten das Urteil für Samsung als nicht tragisch einstufen.
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Geschworene hatten in Kalifornien entschieden, Samsung habe mehrere Apple-Patente verletzt, die iPads und iPhones quasi kopiert. Der südkoreanische Technologiekonzern muss nun eine Strafe von gut einer Milliarde Dollar zahlen, will aber das Urteil anfechten.
Dabei ist laut Experten die Niederlage für Samsung nicht so tragisch. Die Schadenersatz-Summe kann Samsung gut verkraften: Die Summe macht gerade 1,5 Prozent von Samsungs jährlichen Umsatz in der Telekomsparte aus.
Auch ein etwaiges Verkaufsverbot für gewisse Samsung-Produkte wäre ein begrenztes Problem. Die Koreaner sind in der Lage, schnell angepasste Produkte auf den Markt zu bringen, sollte ein Verbot tatsächlich greifen. In früheren Fällen hatte Samsung bereits neue Versionen fertig, bevor die Gerichtsverfahren abgeschlossen waren.
Allerdings: «Es ist unvermeidlich, dass Samsungs Marke in Mitleidenschaft gezogen wird», sagt Patentanwalt D.J. Jung von SU Intellectual Property. Samsung werde nun als Nachahmer gesehen.
Dagegen steht, dass dieser und ähnliche Prozesse Samsungs Bekanntheit deutlich erhöht haben. In einer Umfrage zu den Marken in Asien lag Samsung jüngst an erster Stelle, vor Apple.
(reuters/sda/galc;schubeca)



