Schweiz
Strompreise sinken ganz leicht
Private Haushalte und Unternehmen in der Schweiz dürfen im kommenden Jahr mit einer kleinen Entlastung bei den Strompreisen rechnen. Grund sind in vielen Fällen sinkende Kosten für die Netznutzung.
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Einer Umfrage des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) zufolge können sich Privathaushalte auf durchschnittlich rund ein Prozent tiefere Preise einstellen. In einem Haushalt mit einem Stromverbrauch von 4500 Kilowattstunden stünden damit etwa 15 Franken weniger auf der jährlichen Stromrechnung. Unternehmen können nach Einschätzung des VSE mit gut zwei Prozent weniger Stromkosten rechnen. Der VSE schränkt allerdings ein, dass die Preisanpassungen regional und je nach Stromprodukt unterschiedlich stark ausfallen dürften.
Basis für die Prognose ist eine VSE-Umfrage bei 29 grösseren Elektrizitätsversorgungsunternehmen. Diese versorgen zusammen gut die Hälfte aller Stromkunden in der Schweiz.
Preise für Systemdienstleistungen sinken
Grund für die Preisänderungen sind sinkende Kosten für die Stromübertragung. Die nationale Netzbetreibergesellschaft Swissgrid – verantwortlich für den Betrieb des rund 6700 Kilometer langen Schweizer Hochspannungsnetzes – hatte im vergangenen April angekündigt, ihre Tarife für die so genannten Systemdienstleistungen für 2013 zu senken. Dabei handelt es sich um alle Dienste, die Swissgrid neben der eigentlichen Übertragung und Verteilung von Energie erbringt. Grösster Posten dabei ist die so genannte Regelenergie – eine Art Versicherung gegen Stromausfälle.
Nach Angaben des VSE schlagen diese Systemdienstleistungen im kommenden Jahr noch mit 0,31 Rappen pro Kilowattstunde zu Buche. Zum Vergleich: 2012 lagen sie noch bei 0,46 Rappen.
Energiepreise bleiben stabil
Die Energiepreise blieben nach Angaben des VSE im kommenden Jahr hingegen weitgehend stabil. Der VSE sieht in diesem Bereich gegenläufige Tendenzen: Zum einen seien die Kosten inländischer Produktionsanlagen leicht gestiegen, weil mehr investiert und saniert wurde. Zum anderen seien die Preise für die Strombeschaffung auf dem internationalen Markt wegen der Wirtschaftskrise etwas gesunken.
Der VSE hat zudem in einer Studie die Kosten der zukünftig notwendigen Investitionen in Anlagen und Netze berechnet. Bis 2050 rechnet der Verband je nach Szenario mit Investitionen von 118 bis 150 Milliarden Franken.
(sda/krua;schubeca)






