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International

Taliban köpfen 17 Partybesucher

Montag, 27. August 2012, 10:21 Uhr

Kämpfer der radikalislamischen Taliban haben in der südafghanischen Provinz Helmand mindestens 17 Zivilisten enthauptet. Der Fehler der Zivilisten – sie machten eine Party.

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15 Männer und 2 Frauen mussten am Sonntag mit ihrem Leben bezahlen, weil sie mit Musik und Tanz gefeiert hatten – ohne die Geschlechter zu trennen. Laut afghanischen Behörden wurden die Partygäste von den Taliban während der Party überrascht.

Die Behörden schreiben die Tat den Taliban zu, es hat sich allerdings niemand zur Tötung bekannt. In der Region sind Aufständische der Taliban aktiv, die immer wieder für die Enthauptung von Dorfbewohnern verantwortlich gemacht wurden. Die Taliban haben den Zivilisten meistens vorgeworfen, für die afghanischen und US-geführten Nato-Truppen spioniert zu haben.

Im ultra-konservativen Afghanistan haben Männer und Frauen in der Regel keinen Umgang miteinander, es sei denn, sie sind miteinander verwandt oder verheiratet. Entsprechend sind Partys hoch geheim, an denen beide Geschlechter vertreten sind. Die Taliban verurteilen das Flirten, den offenen Austausch von Zärtlichkeiten oder das Mischen der Geschlechter.

Zwei Nato-Angehörige erschossen

Afghanistan wird an mehreren Orten von Gewalttaten erschüttert: Ein Soldat der afghanischen Armee hat zwei Angehörige der Internationalen Schutztruppe Isaf in der östlichen Provinz Laghman erschossen. Auch der mutmassliche Täter wurde dabei getötet.

Angriffe von Afghanen in Polizei- oder Armeeuniformen auf ausländische Soldaten haben deutlich zugenommen: Die Isaf zählte seit Jahresbeginn rund 30 Vorfälle mit fast 40 Toten.

In der Südprovinz Helmand töteten Aufständische mindestens zehn afghanische Soldaten bei einem Militärposten. Laut Polizei bekannten sich die Taliban zur Tat.

(agenturen/galc;schubeca)