Schweiz
Grünes Licht für Cartier-Fabrik im Neuenburgischen
Cartier darf in der Neuenburger Gemeinde Les Brenets bei Le Locle eine Schmuckfabrik bauen. Die Stimmberechtigten haben der Umzonung und dem Verkauf eines entsprechenden Grundstücks knapp zugestimmt.
Nach einem hitzigen Abstimmungskampf befürworteten die Stimmberechtigten der 1100-Seelen-Gemeinde mit 355 gegen 338 Stimmen den Verkauf des 8236 Quadratmeter grossen Grundstücks an die Genfer Luxusgütergruppe Richemont, zu der die Marke Cartier gehört. Die Stimmbeteiligung lag bei hohen 73 Prozent.
Arbeitsplätze für Grenzgänger
Ausserdem sagten die Stimmbürger mit 353 gegen 338 Stimmen Ja zur Umzonung des Areals. Richemont hatte die an der französischen Grenze liegende Gemeinde aus strategischen Gründen als Standort für seine Cartier-Fabrik ausgewählt. Denn von den 400 geplanten Arbeitsplätzen sind rund 60 Prozent für Grenzgänger aus Frankreich reserviert.
Die Investitionen für die neue Fabrik in Les Brenets belaufen sich auf rund 50 Millionen Franken. Richemont ist bereits mit seiner Uhrenmarke Baume & Mercier in der Gemeinde präsent.
Besorgte Bürger hatten gegen die Umzonung und den Verkauf des Grundstückes das Referendum ergriffen. Sie kritisierten das Ausmass des Projekts. Ein so grosses Projekt solle in den vom Kanton vorgesehen Zonen realisiert werden, argumentierten sie. Sowohl die Exekutive wie auch die Legislative der Gemeinde befürworteten das Projekt.
(sda/falt; rufi)



