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International

Trauer um Neil Armstrong: «Auf einer Stufe mit Kolumbus»

Sonntag, 26. August 2012, 17:45 Uhr

Die Welt trauert um Neil Armstrong. Die internationale Reaktion auf seinen Tod ist einhellig: Einer der grössten Menschen und Entdecker aller Zeiten ist gegangen.

Neil Armstrong war gemäss US-Präsident Barack Obama einer der grössten Helden der USA. («Tagesschau» vom 26.08.2012)

«Ich weiss, dass Millionen von Menschen auf der ganzen Welt mit mir um diesen wahren amerikanischen Helden trauern, den besten Piloten, den ich kannte», so Edwin «Buzz» Aldrin, Armstrongs Teamkollege bei der ersten Mondlandung und zweiter Mann auf dem Mond.

Auch aktuelle Astronauten und Raumfahrtexperten äusserten sich umgehend zum Tod Armstrongs. «Solange es Geschichtsbücher gibt, wird Neil Armstrong als derjenige darin zu finden sein, der den ersten kleinen Schritt eines Menschen in einer Welt fern der eigenen gemacht hat», erklärte Nasa-Chef Charles Bolden. «Er ist ein Signal für die Menschen, dass sie ihr Erbe nicht vergessen sollen, nämlich die Neugier zu bewahren», so der Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Prof. Johann-Dietrich Wörner.

«Der beste Pilot den ich kannte».
«Buzz» Aldrin, zweiter Mann auf dem Mond

«Er ist einer der ganz Grossen der Menschheitsgeschichte», er habe nie das Scheinwerferlicht gesucht, man sei von persönlichen Treffen mit Armstrong sehr beeindruckt gewesen – so äusserten sich mehrere Astronauten internationaler Weltraumorganisationen.

«Ein Beispiel für Neugier und Wille»

Auch Politiker weltweit äusserten umgehend ihren Respekt für Armstrongs Leistungen. «Neil war einer der grössten amerikanischen Helden, nicht nur zu seiner Zeit, sondern für alle Zeiten», so US-Präsident Barack Obama. Der Koordinator der Bundesregierung Deutschland für Luft und Raumfahrt, Peter Hintze, sprach von einem «Raumfahrtpionier, der in der Entdeckergeschichte der Menschheit auf einer Stufe mit Christoph Kolumbus steht».

Fortschritt von Wissenschaft und Technik könnten identisch sein mit dem Fortschritt der Menschheit, wie der französische Premierministers Jean-Marc Ayrault sagte. Und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von Armstrong als «Beispiel für die Neugier und den Willen des Menschen, Grenzen zu überschreiten».

Neil Armstrong ist tot

Samstagnacht MEZ kam die Nachricht über den Tod von Neil Armstrong. Die Leistungen und Biografie des ersten Menschen auf dem Mond, sowie eine Liste der 12 Personen, die je auf dem Erdtrabanten standen, finden Sie hier.

Die Sängerin Diana Krall hat nach Bekanntwerden des Todesfalls am Samstag zu Ehren des Verstorbenen «Fly me to the moon» intoniert. Die Jazz-Musikerin hielt in der Hollywood Bowl Los Angeles ein Konzert ab. Sie sei einmal in der glücklichen Lage gewesen, mit Armstrong ein Glas Wein zu trinken. Mit Blick in den Himmel fügte sie hinzu, er wäre wohl froh gewesen, das Lied nicht schon wieder hören zu müssen.

(agenturen/fasc;falt)