International
Assad kündigt «Kampf um jeden Preis» an
Aufgeben? Das scheint für Syriens Präsident weiterhin ausser Frage: Seinen Gegnern hat er erneut einen Kampf um jeden Preis versprochen. Das Regime demonstriert Geschlossenheit und präsentiert Bilder des Vizepräsidenten Faruk al-Scharaa – den Experten bereits als flüchtig oder auf der Flucht gefasst gemeldet hatten.
Um den Gerüchten zu begegnen, ist der syrische Vizepräsident Faruk al-Scharaa erstmals seit mehr als einem Monat wieder öffentlich aufgetreten. Er zeigte sich am Sonntag vor einem geplanten Treffen mit dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im iranischen Parlament, Alaeddin Borudscherdi, in Damaskus.
Seit Mitte Juli war Al-Scharaa weder im Fernsehen noch bei öffentlichen Auftritten gesehen worden. Die syrischen Rebellen hatten Mitte August über einen gescheiterten Fluchtversuch des Vizepräsidenten berichtet, was die Regierung um Präsident Baschar al-Assad jedoch zurückwies.
Ägypten bietet USA die Stirn
Die Suez-Kanal-Behörde hat eine Forderung der USA abgelehnt, ein iranisches Schiff auf dem Weg nach Syrien zu stoppen. Es wird vermutet, dass sich an Bord des iranischen Schiffes Waffen für die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al- Assad befinden.
Arabische Fernsehsender hatten zuvor bereits über eine Flucht Al-Scharaas nach Jordanien berichtet. Dies wurde jedoch von der dortigen Regierung dementiert. Im Januar hatte die Arabische Liga vorgeschlagen, Al-Scharaa in einer Übergangsphase das Land führen zu lassen.
Iran unterstützt «syrische Brüder»
Laut westlichen Diplomaten hatte er sich früh als Vermittler in Gesprächen mit der Opposition angeboten. Syriens Aussenminister Walid Muallem sagte bei einem Treffen mit Borudscherdi in Damaskus, Assads Regierung werde erst in Verhandlungen mit der Opposition eintreten, wenn das Land vollständig von Rebellen «gesäubert» sei.
Borudscherdi sagte Syrien demnach die Unterstützung Irans zu. «Syriens Sicherheit ist unsere Sicherheit, deshalb werden wir zu unseren syrischen Brüdern halten», wurde er zitiert. Der Iran ist der engste Verbündete Syriens in der Region.
Kampf bis zum Letzten
Präsident Baschar al-Assad nutzte die iranische Solidarität und hat den Aufständischen einen «Kampf um jeden Preis» erklärt. Zugleich bezeichnete der bedrängte Staatschef die seit 17 Monaten währende Volkserhebung gegen sein Regime erneut als ein vom Ausland gesteuertes Komplott.
Und immer wieder die gebetsmühlenartig wiederholten Durchhalteparolen: «Das syrische Volk wird nicht zulassen, dass dieses Komplott seine Ziele erreicht», sagte Assad nach Angaben des syrischen Fernsehens.
(sda/maiu/falt;falt)



