Vermischtes
Französischer Jura: Vier Schweizer bei Flugzeugabsturz getötet
Beim Absturz eines Touristen-Flugzeuges im französischen Jura sind am Freitag vier Schweizer ums Leben gekommen. Der Grund für den Unfall südlich der Stadt Montbéliard sei nicht bekannt, teilte die Präfektur von Doubs mit.
Das Flugzeug mit vier Personen an Bord sei um 18 Uhr in der Nähe von Solemont, rund 85 westlich von Basel, abgestürzt, sagte der Generalsekretär der Präfektur, Pierre Clavreuil. Die Rettungsteams hätten das Wrack gegen 18.30 Uhr gefunden. Keiner der Passagiere habe den Absturz überlebt, teilte Staatsanwalt Alexandre Chevrier mit.
Unmittelbar vor dem Absturz hatte der Pilot offenbar einen Notruf abgesetzt. «Zum Zeitpunkt des Unfalls gab es starke Niederschläge und die Sicht war eingeschränkt», sagte Clavreuil.
Blitzschlag als Absturzursache?
Die Bergungsarbeiten waren am Freitag gegen 21 Uhr wegen der Dunkelheit abgebrochen und am frühen Morgen wieder aufgenommen worden. Die Suchmannschaften sind zur Stunde weiterhin im Einsatz.
Augenzeugen aus der Gemeinde berichten, das Flugzeug sei kurz vor dem Absturz von einem Blitz getroffen worden und nur 500 Meter vom Ortsrand entfernt in eine Lichtung gestürzt.
Wirtschafts- und Finanzminister Pierre Moscovici, dessen Wahlkreis das Département Doubs bildet, zeigte sich sehr betroffen und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.
Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten bestätigte inzwischen den Tod von vier Schweizern bei einem Flugzeugabsturz nahe der Schweizer Grenze. Die Angehörigen seien benachrichtigt worden und man sei in Kontakt mit den französischen Behörden.
Auf der Passagierliste standen laut der Staatsanwaltschaft Belfort neben dem 57-jährigen Piloten eine 20-jährige Frau sowie ein 36 Jahre und ein 51 Jahre alter Mann. Die einmotorige Turboprop-Maschine vom Typ Pilatus PC-12 mit über 20 Sitzen war auf dem Weg vom belgischen Antwerpen nach Bern.
(sda/afp/weis/falt;muei)







