Schweiz
Wassermangel durch Ausbau der Wasserkraft befürchtet
Die Schweiz will aus der Atomenergie aussteigen – da sind Alternativen gefragt. Ganz weit vorn dabei ist die Wasserkraft. Doch der Schweizerische Kanuverband und der WWF schlagen Alarm. Der drohende Ausbau gefährde die letzten Wildwasser in der Schweiz.
Die Pläne des Bundes zum Ausbau der Wasserkraft sind möglicherweise zu optimistisch – und zu kurzsichtig, finden Kanuten und der WWF gemäss einem Bericht der «Tagesschau». Der Atomausstieg gefährde sowohl den Wassersport wie auch die Pflanzen- und Tierwelt.
«Die Zitrone ist ausgepresst»
Naturgemäss bangen die Kanuten vor allem um ihren Sport. Vom Bund fordern sie bei der Planung Augenmass, auch im Hinblick auf touristische und sportliche Aspekte. Denn schon jetzt seien die Restwassermengen unterhalb bestehender Kraftwerke kaum ausreichend für die Ausübung ihres Sports.
Den geringen Wasserstand sieht aber auch der WWF kritisch. «Wenn es zu wenig Restwasser gibt, können einerseits die Wasserinsekten zum Teil nicht überleben, zum anderen fehlen Fischen die Laichplätze.»
Keine Frage – die Wasserkraft sei wichtig für die Energieversorgung der Schweiz, bestätigt der WWF. Doch die Zitrone sei jetzt schon fast ausgepresst.



