International
Diplomatisches Patt um Assange
Grossbritannien hat den diplomatischen Austausch über die Zukunft von Julian Assange mit Ecuador wieder aufgenommen. Das Aussenministerium in London hat eine formelle Note an Ecuador gesandt.
Über den Inhalt wurde nichts bekannt. Im Lauf des Freitags wollten sich in Washington die Aussenminister der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) treffen und über den Umgang mit dem Fall Assange reden.
Grossbritannien muss Assange an Schweden ausliefern, weil dort ein EU-weiter Haftbefehl wegen des Vorwurfs von Sexualstraftaten erwirkt worden war. Der 41 Jahre alte Australier bestreitet die Vorwürfe und hat in der Botschaft Ecuadors Schutz gesucht, um seine Auslieferung zu verhindern. Ecuador hat ihm Asyl gewährt, doch Assange kann die Botschaft nicht verlassen, weil ihm spätestens am Flughafen die Festnahme droht.
Eine Lösung des diplomatischen Patts ist nicht in Sicht. «Dies kann morgen zu Ende sein, wenn Grossbritannien freies Geleit garantiert», sagt Ecuadors Präsident Rafael Correa der BBC. «Es kann aber auch Monate und Jahre weitergehen, wenn Herr Assange die ecuadorianische Botschaft nicht verlassen kann.»
(dpa/mery;fref)







