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Schweiz

Mehr Medizinstudenten sollen Ärzte-Mangel entschärfen

Donnerstag, 23. August 2012, 17:43 Uhr, Aktualisiert 24.08.2012, 3:22 Uhr

Der Bund will die ärztliche Grundversorgung verstärken. Dazu sollen jährlich 300 Ärzte zusätzlich ausgebildet werden – allerdings erst ab 2018. Dies würde jährliche Mehrkosten von 56 Millionen Franken verusachen.

Ab 2018: 300 Ärzte mehr pro Jahr (10vor10, 23.8.20129

Der Dialog Nationale Gesundheitspolitik von Bund und Kantonen beschloss weitere Abklärungen, wie die anfallenden Mehrkosten finanziert werden und wo die Ausbildungen erfolgen sollen.

Eine Möglichkeit zur Deckung der anfallenden Mehrkosten ist nach Ansicht des Gremiums, dass der Bund einen zusätzlichen Teil seiner Grundbeiträge an die Universitäten einsetzt. Gemäss einer ersten Schätzung belaufen sich die geplanten Zusatzausgaben ab 2018/19 mindestens auf 56 Millionen Franken jährlich.

Neue Fakultäten schaffen?

Ausserdem schlägt der Dialog Nationale Gesundheitspolitik vor, in einem neuen Mandat zwei Aspekte zu vertiefen: Erstens brauche es mehr Transparenz zu den Kosten. Seit Jahren wird versucht, die Kosten für Lehre und Forschung in der Humanmedizin genauer aufzuschlüsseln. Dies ist aufgrund der oft fliessenden Übergänge zwischen Lehre, Forschung und Patientenversorgung schwierig.

Zweitens soll die Standortfrage geprüft werden. Es geht darum, ob und unter welchen Bedingungen die Schaffung neuer Fakultäten allenfalls sinnvoll wäre.

Den Bericht, der als Basis für den Entscheid diente, erarbeitete eine Arbeitsgruppe unter der Co-Leitung des Bundesamtes für Gesundheit und der Schweizerischen Universitätskonferenz mit Vertretern der fünf Medizinischen Fakultäten. Sie befürwortet den sukzessiven Aufbau an den fünf Medizinischen Fakultäten auf insgesamt 1100 Studienabschlüsse pro Jahr bis 2018/19.

Die Anzahl deutscher Fachkräfte hat in nur vier Jahren um 20 Prozent abgenommen. (Tagesschau 23.8.2012, 19:30 Uhr)

(sf/fref;blur)