International
Athens Polizei geht gegen Rassismus vor
Griechenland hat die Schaffung einer Sonderabteilung der Polizei angekündigt. Die Abteilung beschäftigt sich mit der Bekämpfung rassistisch motivierter Gewalttaten. Damit reagiert die Polizei auf zahlreiche Überfälle auf Migranten.
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«Wir stehen vor der Gefahr eines sozialen Umsturzes», sagte der griechische Minister für Bürgerschutz im Parlament. Die unkontrollierte Migration und die rassistisch motivierte Gewalt könnten nicht geduldet werden, hiess es.
Rechtsextreme attackieren Polizei
Dutzende Anhänger der rassistischen griechischen Partei «Goldene Morgenröte» haben die Polizei in der Hafenstadt Korinth mit Steinen angegriffen. Die Randalierer protestierten gegen die Unterbringung von Migranten in einer Kaserne in der Stadt.
Das berichtete das griechische Fernsehen. Viele trugen schwarze T-Shirts mit dem Logo der rechtsextremistischen Partei. An den Auseinandersetzungen nahm auch ein Parlamentsabgeordneter der «Goldenen Morgenröte» teil.
Die Rechtsextremisten, aber auch viele Einwohner Korinths wollen die Migranten in ihrer Stadt nicht haben. Der Bürgermeister Alexandros Pneumatikos sagte, er werde «keinen Müll mehr von der Kaserne holen und auch Strom und Wasserleitungen kappen». Die Polizei hatte am Donnerstag 300 Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis in die Kaserne gebracht.
Zuvor hatte die linke Opposition angeprangert, dass Rechtsextremisten in den vergangenen Monaten in Hunderten von Vorfällen Migranten aus Asien und Afrika überfallen hätten. Aus fast allen Regionen des Landes wurden Überfälle auf Migranten gemeldet. So haben rechtsextremistische Banden im Zentrum Athens einen Iraker erschlagen.
Aussengrenze der EU
Griechenland geht seit zwei Wochen mit einem massiven Polizeiaufgebot gegen illegale Einwanderer vor. Nach offiziellen Angaben wurden Tausende Ausländer kontrolliert. Fast 2000 Personen ohne Aufenthaltserlaubnis wurden festgenommen und in Auffanglager gebracht.
Das Land an der südöstlichen Aussengrenze der EU ist seit längerem Anlaufpunkt für Migranten vor allem aus Asien und Afrika. In den vergangenen zehn Jahren haben mehr als eine Million Menschen dort Zuflucht gesucht. Allein 2010 waren es nach griechischen Angaben 128‘000.
(dpa/muei;mery)






