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US-Wahlkampf 2012

Kein Ryan-Effekt: Romney kann Obama nicht überholen

Mittwoch, 22. August 2012, 12:11 Uhr

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney führt bei Weissen, ländlichen Wählern sowie Senioren mit je etwa 10 Prozent Vorsprung. Allerdings hat die Nominierung von Paul Ryan zu seinem Vizepräsidenten seine Umfragewerte nicht beflügelt.

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Die Zahl der Wähler, die wegen dem Nominierten Vizepräsidenten Paul Ryan nicht republikanisch wählen würden, liegt über 50 Prozent. Dies geht aus den neusten Umfragen von «NBC» und «Wallstreet Journal» hervor. Es ist die erste Umfrage seit Romney bekannt gab, dass er Paul Ryan zu seinem Vizepräsidenten machen will.

Aus der Studie geht zudem hervor: Die Republikaner haben ein Sympathie-Problem. Romney stösst auf 44 Prozent Ablehnung bei den Wählern. Er erreicht dafür nur 36 Prozent Zustimmung in der Wählergunst. Der Rest der Befragten ist unsicher.

Obama punktet bei seinen Wählern

Der amtierende US-Präsident Barack Obama ist für 58 Prozent sympathischer als Romney. Den republikanischen Herausforderer finden lediglich 23 Prozent sympathisch. Der Rest ist unentschlossen. Für den republikanischen Herausforderer Mitt Romney ist das kein Spitzenwert.

Republikaner für striktes Abtreibungsverbot

Die US-Republikaner wollen ein vollständiges Abtreibungsverbot. Dies soll nun in ihren politischen Leitlinien für die kommenden vier Jahre festgeschrieben werden. Demnach sollen auch Abtreibungen in Vergewaltigungs- oder Inzestfällen verboten werden. Lesen Sie hier mehr dazu

Gemäss der neusten Umfrage konnte Barack Obama das Terrain bei seinen wichtigsten Wählergruppen halten. So erzielt er bei den Afroamerikanern 94 Prozent Zustimmung – Romney geht bei dieser Wählergruppe leer aus. Bei den Latinos hält Obama die Zwei-Drittel-Mehrheit. Aber auch bei den Jungwählern liegt der Präsident mit 51 gegenüber 41 Prozent deutlich vor seinem republikanischen Herausforderer.

Obamas Vorsprung schwindet

Schlechte Karten hat Romney auch bei den Frauen. Er liegt bei seiner weiblichen Wählerschaft mit 41 Prozent klar hinter Obama, der 51 Prozent erreicht.

Überhaupt liegt US-Präsident Barack Obama vor seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Allerdings ist sein Vorsprung gegenüber dem Juli von 49 zu 43 Prozent auf 48 zu 44 Prozent leicht geschrumpft. In den wichtigen «Swing States» wie Florida und Ohio ist Obamas Vorteil sogar deutlich zurückgegangen, nämlich von 49 auf 46 Prozent. Dies dürfte für den amtierenden Präsidenten ein deutliches Warnsignal sein.

(sf/muei)