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Wirtschaft

Facebook-Teilhaber vertrauen Aktien nicht – und verkaufen

Dienstag, 21. August 2012, 10:03 Uhr

Die Vermutung hat sich bestätigt: Facebook-Investoren haben nach dem Ende der Haltefrist in der vergangenen Woche grosse Anteilspakete verkauft und damit die Aktie auf Talfahrt geschickt. Darunter ist auch Verwaltungsratsmitglied Peter Thiel.

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Mit dem in Deutschland geborenen Peter Thiel hat sich ein Investor der ersten Stunde von einem Grossteil seiner Anteile am Sozialen Netzwerk getrennt. Thiel sitzt auch im Verwaltungsrat von Facebook, dem höchsten Firmengremium.

Wie aus einer veröffentlichten Börsenmitteilung hervorgeht, hat Thiel in der vergangenen Woche insgesamt 20,06 Millionen Anteilsscheine verkauft. Die Haltefrist für Alteigentümer war am Donnerstag abgelaufen und die Aktie nach massiven Verkäufen weiter eingebrochen. Teils kostete sie weniger als halb so viel wie beim Börsengang im Mai mit 38 Dollar.

Gewiefter Investor

Thiel bekam für seine Papiere noch zwischen 19,27 und 20,69 Dollar pro Stück oder insgesamt rund 400 Millionen Dollar. Trotz des Einbruchs des Aktienkurses hat sich der Deal für den gewieften Internet-Investor gelohnt.

Thiel hatte im Jahr 2004, als das Netzwerk noch ganz am Anfang stand, 500‘000 Dollar in das Unternehmen gesteckt und dafür einen Anteil von rund zehn Prozent bekommen.

Bereits lange vor dem Börsengang hatte Thiel seine Beteiligung an Facebook reduziert, als weitere Investoren in das schnell wachsende Unternehmen drängten. Beim Börsengang selbst hatte er gut 16,8 Millionen Aktien angeboten im Gesamtwert von 640 Millionen Dollar.

Thiel war einst Mitgründer des Bezahldienstes PayPal, dessen Verkauf an die Handelsplattform Ebay ihm mehrere Dutzend Millionen Dollar brachte. Durch geschickte Investitionen brachte er es danach zu einem Milliarden-Vermögen. Facebook gehört zu seinen Meisterstücken.

Smartphones ruinieren das Geschäft

Die Aktie des Sozialen Netzwerks steht jedoch seit dem Börsengang unter Druck. Facebooks überlebenswichtige Werbeeinnahmen steigen langsamer als erhofft. Hauptproblem ist, dass immer mehr Nutzer sich über ihr Smartphone mit ihrem Facebook-Freundeskreis austauschen.

Die kleinen Bildschirme erlauben aber kaum Anzeigen. Nachdem die Aktie am Montag zunächst unter 19 Dollar handelt wurde, legte sie am Nachmittag wieder um fünf Prozent auf über 20 Dollar zu.

(dpa/engf)