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Schweiz

VBS will teures Führungsinstrument trotz schweren Mängeln

Dienstag, 21. August 2012, 16:55 Uhr

Das Verteidigungsdepartement hält am rund 700 Millionen Franken teuren Führungsinstrument FIS Heer trotz schweren Mängeln fest. Allerdings wird dessen Einsatzgebiet vorläufig eingeschränkt.

Bundesrat Ueli Maurer begründete vor der Sicherheitspolitischen Kommission (SIK) des Nationalrates den Entscheid des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Bild Ein Soldat arbeitet mit dem Einsatzsystem FIS Heer am Computer. dem das
Das teure, aber mangelhafte Computersystem wird vorerst nur an fixen Orten eingesetzt. keystone / archiv

Das VBS veröffentlichte einen Bericht zum weiteren Vorgehen für die Sicherheitspolitischen Kommission (SIK). Der Entscheid über die Weiterführung war bereits früher bekannt geworden.

Das computergestützte Führungsinstrument macht vor allem in der mobilen Nutzung Probleme. Weil die Funkgeräte eine zu geringe Bandbreite haben, können sie mit der Daten-Flut nicht umgehen. Sie lassen sich auch nicht zu einem Netz zusammenschliessen. An fixen Standorten funktioniert das System dagegen. Dort will es die Armee auch in Zukunft nutzen.

Die Armee hofft nun auf die technische Entwicklung. Es sei möglich, dass in einer späteren Phase neue Funkgeräte beantragt werden, damit das System auch mobil genutzt werden könne, sagte SIK-Präsidentin Chantal Galladé (SP/ZH).

(sda/zinv; fref)