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International

Streikenden Minenarbeitern wird nicht gekündigt

Dienstag, 21. August 2012, 14:22 Uhr

Der Betreiber der südafrikanischen Lonmin-Platinmine hat ein Ultimatum an streikende Bergarbeiter nach nur einem Tag wieder gekippt. Erst gestern hatte sie ihnen mit einer Entlassung gedroht.

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Nach den tödlichen Ausschreitungen mit 44 Toten hatte die britisch-südafrikanische Firma erst gestern den streikenden Kumpeln mit Kündigung gedroht, sollten sie nicht bis Dienstag die Arbeit wieder aufnehmen.

Firmensprecherin Sue Vey teilte mit, das Unternehmen habe gemeinsam mit den Gewerkschaften entschieden, diese Woche keine Kündigungen auszusprechen. Man wolle sich darauf konzentrieren, den Betrieb zu stabilisieren.

Bis jetzt waren etwas mehr als ein Drittel der Beschäftigten an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt, wie Vey hinzufügte. Für einen normalen Produktionsbetrieb sei dies aber nicht genug.

Forderung nach höherem Lohn

In der Mine westlich von Pretoria waren in der vergangenen Woche bei Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei 44 Menschen getötet worden, unter ihnen zwei Polizisten. Die Ausschreitungen gelten als die schlimmste arbeitsbezogene Gewalt seit dem Ende des Apartheid-Regimes 1994.

Die Bergleute fordern eine Lohnerhöhung von derzeit 4500 Rand (440 Euro) auf 12'500 Rand. Das Unternehmen Lonmin PLC fördert über zehn Prozent des weltweiten Platinbedarfs.

(dpa/engf; fref)