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International

Gewalt des Assad-Regimes nimmt zu

Dienstag, 21. August 2012, 20:15 Uhr

Die syrische Armee setzt nach Einschätzungen von Ärzten immer stärker auf Panzer und die Luftwaffe, um den Aufstand niederzuringen. Seit Mitte Juli behandelte die Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen» nach eigenen Angaben schwerwiegendere Verletzungen.

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Seit dem Anschlag auf den inneren Machtzirkel von Präsident Baschar Al-Assad, bei dem  der Verteidigungsminister und ein Schwager des Staatschefs getötet wurden, nimmt die Gewalt offenbar massiv zu. Dies berichtet die Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen».

Nach dem Angriff habe sich die Lage deutlich verschlechtert, sagte der Einsatzleiter Brian Moller. «Danach habe wir Verletzungen zu sehen bekommen, die durch grosse Waffen verursacht worden.»

Im Juni schickte «Ärzte ohne Grenzen» nach eigenen Angaben ein Team in den Norden des Landes, um eine Krankenstation zu eröffnen. Hier sind Ärzte rund um die Uhr im Einsatz. Bislang wurden in rund 150 Behandlungen Kinder und Erwachsene versorgt, darunter auch Kämpfer der oppositionellen Freien Syrischen Armee.

Unter den sieben Ärzten der Pariser Organisation sind Chirurgen und Anästhesisten, die von rund 50 einheimischen Helfern unterstützt werden. Die Station kann 30 Patienten aufnehmen und verfügt über zwölf Betten.

Druck des Regimes

Geschäftsführer Felipe Ribeiro sagte, die syrischen Behörden seien über den Aufbau der Station informiert worden und hätten die Ärzte «höflich» aufgefordert, das Land wieder zu verlassen. Offene Drohungen seien aber nicht ausgesprochen worden. Ohne Genehmigung hätten sich die Mediziner aber sicherheitshalber im Norden in einem von Rebellen kontrollierten Gebiet  niedergelassen. Bislang hatte «Ärzte ohne Grenzen» heimlich Mediziner ins Land geschleust und Details ihrer Einsätze für sich behalten.

Mindestens 170'000 Syrer sind nach UNO-Schätzungen vor der Gewalt geflohen. 2,5 Millionen sollen im Land auf Hilfeangewiesen sein.

(reuters/blur;horm)